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Bahrain bietet Formel 1 Impfungen an - BBC: Königsklasse lehnt ab

08:02
01.03.2021
Die Formel 1 will auf ein freiwilliges Impfangebot des Auftakt-Gastgeberlandes in dieser Saison einem Medienbericht zufolge nicht eingehen. Das Königreich Bahrain bietet der Motorsport-Königsklasse an, alle Beteiligten mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer zu versorgen. Bahrain weite seine Impfkampagne auch auf große Events im Königreich aus, hieß es in einer Mitteilung, die der Bahrain International Circuit verschickte. Insgesamt stünden in Bahrain fünf verschiedene Impfstoffe zur Verfügung.

Der britische Sender BBC berichtete aber, dass die Formel 1 sich nicht vordrängeln wolle. Es gebe keine Pläne, die Formel 1 als Gruppe vor der Einführung der Impfstoffe durch das Gesundheitssystem in Großbritannien zu impfen. Acht der zehn Rennställe haben ihren oder einen Sitz in England. Stefano Domenicali, seit diesem Jahr neuer Geschäftsführer der Formel 1 hatte auch schon erklärt, dass die Schwächsten Priorität bei den Impfungen hätten und die Formel 1 nicht vorpreschen wolle.

Möglich wäre eine Impfung in Bahrain auch nur deswegen, weil die Formel 1 vom 12. bis 14. März in der Wüste von Sakhir die einzigen Testfahren vor der Saison durchführen wird. Das erste von insgesamt 23 Rennen in diesem Jahr soll am 28. März in Bahrain gestartet werden. Dadurch sei ein großer Teil des Formel-1-Personals 21 Tage in Bahrain - in dem Zeitraum könnten die beiden Dosen des Impfstoffs verabreicht werden.

(dpa)

CDU-Minister wollen Öffnungsschritte für Einzelhandel und Gastronomie

06:19
01.03.2021
Wie weiter mit dem Lockdown? Die Corona-Zahlen steigen wieder - und trotzdem soll es Lockerungen geben. Die Südwest-CDU hält bestimmte Öffnungen bei Einzelhandel und Angeboten im Freien für möglich.

Baden-Württembergs CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann fordert eine konkrete Öffnungsperspektive für den Einzelhandel, weitere körpernahe Dienstleistungen und die Gastronomie im Freien. Kurz vor der Bund-Länder-Runde zur Corona-Krise sagte die Kultusministerin der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart: «Es ist klar, dass wir nicht alles auf einmal öffnen können. Aber wir brauchen Perspektiven.» Begleitet werden sollen die Öffnungen durch den Ausbau von Test- und Impfmöglichkeiten.

Das schon angedachte Einkaufen nach Terminvergabe, also Click&Meet, sei für kleinere Geschäft interessant, könne aber nur ein Teil der Lösung sein. «Denn für viele Einzelhändler, die eine große Ladenfläche haben, geht das «Click&Meet» an der Realität vorbei», sagte die CDU-Politikerin. «Wir müssen deshalb dringend überlegen, ob wir bei der schrittweisen Öffnung des Einzelhandels zeitgleich nicht auch eine Quadratmeter-Regelung aufstellen. Da sollten dann eine Kundenbeschränkung und bestimmte Quadratmeter-Zahl pro Kunde gelten.»

Eisenmann und Tourismusminister Guido Wolf (CDU) machen sich auch für eine Öffnung der Außengastronomie und weitere Angebote an der frischen Luft wie Zoos, Gärten und Freilichtmuseen stark. Zudem müsse kontaktlose Sportausübung wie etwa Tennis spielen wieder möglich sein. Wolf sagte der dpa, es sei an der Zeit, in Bereichen, die keine Infektionstreiber seien, mit verantwortungsvollen Schritten zurück zu mehr Normalität zu finden. «Mit Hilfe flächendeckender Schnelltests könnten Außengastronomie, Parks, Zoos oder Freilichtmuseen eine konkrete Perspektive bekommen, wenn es nach mir geht bereits für die dort wichtigen Ostertage.»

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte zuletzt eine Kurskorrektur vorgenommen und ebenfalls für vermehrte Öffnungen mit Hilfe von Schnelltests plädiert. So könnten Teile des Einzelhandels und der Gastronomie sowie Museen wieder öffnen. Wie das genau aussehen soll, ist aber nicht noch klar.

Eisenmann erklärte, zentraler Maßstab für Lockerungen sei die «Verhältnismäßigkeit einer jeden Maßnahme gemessen am Infektionsgeschehen». Zudem erneuerte sie ihre Kritik an Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Es brauche «ein entschiedenes Impfmanagement im Land, das diesen Namen verdient». Zudem müsse bei jedem Öffnungsschritt die Teststrategie des Landes erweitert werden.

Die Kultusministerin hatte am Wochenende schon die schrittweise Öffnung der weiterführenden Schulen ab 8. März gefordert. Ihr Kollege Wolf hatte erklärt, er könne sich vorstellen, dass Hotels an Ostern wieder öffnen können.

(dpa)

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