Letztes Update:
20210304124248

Bund: Genug Corona-Schnelltests auf dem Markt

12:42
04.03.2021
Für die geplanten kostenlosen Corona-Schnelltests durch geschultes Personal als Angebot für alle Bürger sind laut Bundesgesundheitsministerium genug Tests auf dem Markt. 150 Millionen Schnelltests lägen nach Herstellerangaben bereits heute auf Halde und könnten direkt geliefert werden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Länder und Kommunen müssten diese nur abrufen. Teils geschehe das schon, etwa für Pflegeheime. Der Bund habe mindestens 800 Millionen Schnelltests über nationale und europäische Rahmenvereinbarungen für dieses Jahr für Deutschland gesichert. Das tatsächliche Marktangebot werde dieses Kontingent bei weitem übertreffen.

Bei Selbsttests für zu Hause, von denen erste Produkte zugelassen worden sind, habe der Bund mehr als 200 Millionen Stück gesichert. Mit weiteren Herstellern liefen Gespräche. Erste Selbsttests werden zudem nach Herstellerangaben ab nächster Woche in Apotheken, im Einzelhandel und in einigen Discountern zu kaufen sein.

Mit einer am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen «Taskforce Testlogistik» solle der Bund den Ländern helfen, Test-Bestellungen zu optimieren. Eine mögliche Option sei, eine Bestellplattform zu schaffen, damit Schulen und Kitas die Schnelltests einfacher abrufen können.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten beschlossen, dass allen Bürgern von diesem Montag an ein kostenloser Schnelltest pro Woche ermöglicht werden soll - etwa im Testzentren, Apotheken oder Praxen. Die Kosten übernimmt der Bund.

(dpa)

Curevac produziert künftig auch mit Partner Novartis Impfstoff

12:42
04.03.2021
Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac holt sich mit Novartis den nächsten Partner an Bord. Der Schweizer Konzern werde in die Produktion des Impfstoffkandidaten CVnCoV einsteigen, teilte Curevac am Donnerstag mit. Die Vorbereitungen für den Produktionsstart, für den Technologietransfer und die Testläufe hätten schon begonnen. Novartis wolle bis zu 50 Millionen Dosen bis Ende 2021 und bis zu rund 200 Millionen Dosen im Jahr 2022 herstellen. Der Beginn der Auslieferungen vom Produktionsstandort in Kundl in Österreich erfolge voraussichtlich ab Sommer 2021. «Gemeinsam mit unserem neuen Partner können wir unsere Produktionskapazitäten deutlich erhöhen und unser Fertigungsnetzwerk auf eine noch breitere Basis stellen», sagte Curevac-Vorstand Florian von der Mülbe.

Curevac hatte im Herbst 2020 damit begonnen, ein europäisches Netzwerk zur Impfstoff-Herstellung mit mehreren Dienstleistungspartnern aufzubauen. Bislang hat Curevac Vereinbarungen mit Bayer, Fareva, Wacker, Rentschler und anderen geschlossen.

Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA hatte das schnelle Prüfverfahren für den Curevac-Impfstoff Mitte Februar gestartet. Die Entscheidung beruht auf den vorläufigen Ergebnissen von Labortests und klinischen Studien. Daraus wird laut der EMA deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anregt.

(dpa)

BaWü startet Pilotprojekt für Corona-Impfungen beim Hausarzt

12:40
04.03.2021
Land startet Pilotprojekt für Corona-Impfungen beim Hausarzt
Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württemberg startet mit einem Pilotprojekt für erste Corona-Impfungen in Arztpraxen. Ab dem kommenden Montag soll es in fast jedem Stadt- und Landkreis eine Hausarztpraxis geben, die Corona-Impfungen anbietet, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag in Stuttgart bekanntgab. Das Angebot richtet sich demnach zunächst nur an über 80-Jährige aus der ersten Impfgruppe. Die Termine werden von den Praxen vereinbart, man muss nicht von sich aus nach einem Termin fragen, hieß es.

So schaffe man die Voraussetzungen für einen künftigen reibungslosen Übergang der Impfungen in die Hausarztpraxen, teilte Minister Manne Lucha (Grüne) mit. Denn die Zahl der Impfdosen dürfte nach Angaben des Landkreistages in absehbarer Zeit die Kapazitäten der Impfzentren übersteigen. Deshalb sei es genau richtig, jetzt die geordnete Ausweitung der Corona-Impfungen in den Bereich der niedergelassenen Ärzteschaft strukturiert anzugehen, teilte Hauptgeschäftsführer Alexis von Komorowski mit. Zudem sei es Hausärzten im Rahmen von Hausbesuchen auch möglich, bettlägerige Patienten zu impfen, die keine Chance hätten, ins Impfzentrum zu kommen.

Der Probebetrieb bei den Hausärzten in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und den Kommunalen Landesverbänden soll zunächst sechs Wochen dauern. Im Bezirk eines Impfzentrums soll es maximal eine Hausarztpraxis geben, die Corona-Impfungen anbietet.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen