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Google soll Apple 9 Milliarden Dollar gezahlt haben

11:20
01.10.2018

Google ist als Suchmaschine Standard im Safari-Browser der iPhones. Dafür muss der Suchmaschinen-Gigant allerdings ordentlich zahlen: In diesem Jahr sollen es ganze neun Milliarden Dollar gewesen sein.


Das behauptet jedenfalls der Analyst Rod Hall in einem Bericht der Investment-Bank Goldman Sachs, der vom Business Insider veröffentlicht wurde. Im kommenden Jahr soll Google sogar 12 Milliarden Dollar an Apple abtreten.

Offiziell sind die Zahlen jedoch nicht: Die Verträge sind streng geheim, es gibt also nur Schätzungen.

“Wir glauben, dass Apple einer der größten Traffic-Kanäle für Google ist”

Und Gall liegt mit seinem Ergebnis deutlich über den Berechnungen anderer Experten: Toni Sacconaghi von AllianceBernstein kam laut Fortune für 2017 nur auf einen Betrag von drei Milliarden Dollar.

Die einzige der Öffentlichkeit bekannte Zahlung wurde 2014 vor Gericht genannt: Da hatte Google Apple noch eine Milliarde dafür gezahlt, Standard-Suchmaschine bei iPhones zu sein.

Deshalb bezweifelt Fortune auch, dass Hall mit seiner Berechnung richtig liegt. Dieser jedoch erklärte im Business Insider, dass dies für Google trotz der angeblichen Zahlung von neun Millarden ein lohnendes Geschäft sei. 

“Wir glauben, dass Apple einer der größten Traffic-Kanäle für Google ist”, sagte er. Die Summe, die Google zahlen müsse, sei nur ein "Bruchteil" der Einnahmen, die der Suchmaschinen-Anbieter von iOS-Nutzern durch Werbung generieren kann.

Immerhin sind sich mehrere Beobachter einig, dass Apple und Google 2017 neue Verträge vereinbart haben sollen, in denen Apple höhere Einnahmen versprochen wurden.

LEAD-Redaktion

Qualcomm-Streit: neue Vorwürfe gegen Apple

13:14
26.09.2018

Der Chip-Spezialist Qualcomm erhebt in seinem Dauerstreit mit Apple neue brisante Vorwürfe gegen den iPhone-Konzern.

In einer aktualisierten Klage in Kalifornien heißt es, Apple habe vertrauliche Informationen von Qualcomm wie etwa Software-Code an den Konkurrenten Intel weitergegeben.

Kommunikations-Chips von Intel haben in neueren iPhones inmitten des Streits entsprechende Technik von Qualcomm ersetzt. Apple kommentierte die Vorwürfe zunächst nicht.

Keine konkreten Beweise

Qualcomm erklärt in der Klageschrift unter anderem, Apple-Mitarbeiter hätten Intel-Entwickler mit vertraulichen Qualcomm-Informationen versorgt, um die Leistung der Intel-Chips zu verbessern.

Dies sei bereits seit mehreren Jahren so und dauere an. Apple weigere sich seit vergangenem Jahr auch, eine Prüfung zuzulassen, die untersuchen soll, ob sich der Konzern an die Vereinbarungen mit Qualcomm hält.

Mit den Deals hatte Apple erstmals 2009 Zugang unter anderem zum Software-Code bekommen, um Qualcomm-Chips in einer Version des iPhone 4 zu verwenden. Qualcomm liefert in dem Dokument keine konkreten Beweise für die Weitergabe der Daten.

Qualcomm verweist in der Klage unter anderem auf einen anonymen Online-Beitrag eines angeblichen ehemaligen Intel-Mitarbeiters, in dem von einem Zugriff auf Informationen des Konkurrenten die Rede
war.

Außerdem bezieht sich der Konzern auf Messungen, die gezeigt hätten, dass Kommunikations-Chips von Intel in iPhones zunächst langsamer als Qualcomm-Komponenten gewesen seien und dann aufgeholt hätten.

Die Unternehmen sind seit über einem Jahr in einen eskalierenden Konflikt verwickelt

Die beiden Unternehmen sind bereits seit über einem Jahr in einen eskalierenden Konflikt verwickelt. Dieser begann mit einem Streit darüber, wie hoch Zahlungen für die Verwendung von Technologien sein sollten.

Apple weigerte sich, an Qualcomm einen Prozentsatz vom iPhone-Preis zu bezahlen - mit der Begründung, dass es vor allem hauseigene Technologien seien, durch die die Nutzer bereit seien, viel Geld für die Telefone zu bezahlen. Qualcomm konterte, das sei
die gängige Vorgehensweise bei Gebühren für Patentlizenzen.

Inzwischen werfen sich die Unternehmen auch gegenseitig vor, diverse Patente zu verletzen. Mehrere Verfahren laufen aktuell in Mannheim und München. Qualcomm strebt dort Verkaufsverbote für iPhones an.

Der Konflikt setzt Qualcomm auch finanziell unter Druck, weil Milliardenzahlungen von Apples Auftragsfertigern ausbleiben.

dpa

dpa

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