Und geht's rein ins Thema MATERIAL. "Den Begriff ,global footprint' kennen viele", so zur Mühlen, "aber das Bewusstsein muss noch geschärft werden." Also fordert sie zu einem Gedankenexperiment auf: Stellen Sie sich eine Welt ohne Müll vor. Gelingt es Ihnen? Das wäre eine Welt, in der alles, was verbraucht wurde, für den neuen Gebrauch wieder dem Kreislauf zugeführt wird - ist das wirklich möglich?
Über diese Visionen spricht sie auch mit Prof. Dr.-Ing. Andrea Kustermann und Prof. Dr.-Ing. Robert Meier-Staude. Im Bau fällt am meisten Müll an, was kann man tun? "Wiederverwertung ist gefragt," so Kustermann, "da muss man umdenken!". Meier-Staude betont, dass es bei der Tomate im Supermarkt anfängt, aber bei Straßen- und Gebäudebau aufhört - überall nur "Waste, waste, waste - und das kann nicht für immer funktionieren. Wir müssen wieder in Kreisläufen denken, mit einer so starken Wertschöpfungskette wie möglich."