"Als Basis brauchen wir einen gesellschaftlichen Wandel", betont Madreiter, "da sind einige BürgerInnen schon weiter als die Planung oder oft die Politik." Für mehr Erfolg müssen wir die Intelligenz auf gut umsetzbare Projekte legen, statt Symbol-Projekte, die doch nur polarisieren und Kraft kosten.
Zeit für Fragen: Könnte man in München mal Straßen sperren und als Fahrradwege für Ausflüge aus der Stadt freizumachen? Für Merk ist das denkbar, es gibt auch schon ähnliche Projekte. Könnte man überhaupt mehr Plätze als Grünplätze und Freiräume ermöglichen? Das Thema des Grundbesitzes ist da oft komplex, betont Merk, aber hier kann man über Anreize noch mehr machen. Grünere Innenhöfe bieten Abhilfe gerade bei der Sommerhitze, aber verordnen kann man sie nicht. "Wir müssen immer über die Ebene der Anreize denken, so können auch Veränderungen geschehen." Das "Konzept der sanften Stadtveränderung" hat hier in Wien viel gebracht, betont Madreiter noch, dabei soll aber auf keinen Fall die Gentrifizierung vorangetrieben werden.
Dr. Diana Mantel