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Ein Kaltes Nahwärmenetz

12:16
03.03.2021
Zeh hebt hervor, wie wichtig die Wärme für das Erreiche der Klimaziele ist. Dabei geht es ihm auch um Kalte Nahwärme: Die Netztemperatur ist eher niedrig, es gibt hohe Volumenströme und man modular verschiedene Wärmeerzeuger und -verbraucher einbinden. Die Verluste minimieren sich hier sehr stark oder sind gar nicht vorhanden. Auch in der Gemeinde Wüstenrot gibt es ein Kaltes Nahwärmenetz. Über den Agrohermiekollektor können die Bewohner ihre Gebäude im Winter erwärmen, im Sommer kühlen.

Zeh beschreibt auch den Prozess, durch den der Agrothermiekollektor erschlossen wurde. In seinem Beispiel-Projekt gibt es keine Energiezentrale (nur Sammler), es handelt es sich dabei um ein passives Netz: "Das kann nur in einer relativ kompakten Siedlung funktionieren, mit hoher Wärmeabnahmedichte", betont Zeh. "Wenn die Wärmequelle weit weg liegt, muss man so ein Netz aktiv gestalten." Um das Thema weiter zu erforschen ist das Monitoring sehr wichtig. Dadurch konnte beispielsweise herausgefunden werden, dass es die geringste Wärmequellentemperatur im März hat.

Dr. Diana Mantel