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Geothermie richtig einschätzen

10:04
03.03.2021
Prof. Thomas Vienken (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf am TUM Campus Straubing) zeigt jetzt man oberflächennahe Geothermie gut nutzen kann. Momentan gibt es etwa 370.000 Anlagen in Deutschland. Eine Wärmepumpe ist hier in der Regel das Muss - und dieses System ist kritisch für die Umsetzung der Energiewende. 

Welche Herausforderungen gibt es? Beispielsweise gibt es durch die Abnahme der Wärme eine Veränderung der Temperatur. Das geschieht natürlich nicht nur bei einem einzigen Wohnhaus, sondern kann auch auf Quartiersebene untersucht werden. "Typisch ist: man hat vor der Wohngebietserschließung oft keine Ahnung von der Geologie und Hydrogeologie des Ortes", mahnt Vienken. "Und so kann man natürlich auch die Auswirkungen nicht abschätzen."

Dr. Diana Mantel

Verschiedene Szenarien entwickeln

09:57
03.03.2021
Aus den Zahlen kann man dann auch Prognosen für die Ziele der Wärmeentwicklung ablesen. Daraus lassen sich wiederum verschiedene Szenarien entwickeln, was beispielsweise bei vollständiger Sanierung passiert oder was, wenn es nur halb geschieht. "Jeder ist hier aber auch selbst in der Pflicht", so Barton. Die Endenergie für RE und WW in Bayern 2016 entspricht ca. 27 Prozent des gesamten Energiebedarfs, die politischen Zielsetzungen für 2050 geben einen Wert von ca. 25.000 GWh/s vor. Bald steht der nächste Zensus an, d.h. man kann dann die Zahlen neu vergleichen und nachprüfen, ob es schon starke Veränderungen gab.

Dr. Diana Mantel