Letztes Update:
20210306120052

Fragen an Prof. Dr. Henning

08:49
03.03.2021
Nach dem Vortrag gibt es die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Mit welchen Abregelungsquoten kann gerechnet werden? Sie liegen im niedrigen einstelligen Bereich, so Henning, inzwischen kann man einen Großteil der Energie sinnvoll nutzen - und in Zukunft noch mehr. Wie sieht es mit den NutzerInnen selbst aus, brauchen sie noch mehr Verantwortung? Dafür braucht es natürlich viele Maßnahmen, betont Henning, Die Flexibilisierung im Verbrauchsbereich ist ebenso entscheidend. Welche Maßnahme muss nach Hennings Meinung unbedingt kommen? Für ihn ist die Wunschlösung, dass es eine europäische Lösung für alle Zertifikate gibt. Wichtig ist auch die Variabilität der Strompreise, um so ganz neue Möglichkeiten zu schaffen. "Die technologische Umsetzung muss durch besondere Anreize von Seiten der Politik gefördert werden." Wie sieht es mit den Nachbarländern aus - welchen Einfluss haben Sie auf Deutschland? Wichtig ist immer die Übertragungsmöglichkeit, aber noch ist kein harmonischer gesamteuropäischer Weg sichtbar.

Dr. Diana Mantel

Die Zukunft der urbanen Energie

08:36
03.03.2021
Für urbane Räume wird vor allem das Installieren von großen Wärmespeichern in Wärmenetzen. Die CO2-Vermeidungskosten verändern sich je nach verschiedenen Szenarien, die Entwicklung der fossilen Energieträger sinkt aber, das ist das Ziel. Ebenso gibt es als Zielverschärfung mehr erneuerbare Energien - deutlich mehr. Sektorkopplung ist dabei entscheidend, mit den vier Phasen der Energiewende, an deren Ende die finale Defossilisierung steht. 

Im urbanen Kontext geht es besonders um Elemente wie die Integration von Photovoltaik. Henning nennt außerdem die Bedeutung der Wärmepumpen für Mehrfamilien-Bestandsgebäude, weil sie entscheidend bei der CO2-Reduzierung helfen können. Immer mehr Probekonzepte finden statt, um vor allem im urbanen Raum in Quartieren und ähnlichem smarte Energiekonzepte auszuprobieren. "In jedem Fall gilt: Erneuerbarer Strom wird zu wichtigsten Primärenergie." Dieser Paradigmenwechsel ist entscheidend. Deutschland kann die CO2-Reduktionen erreichen, und mit einem Anreizsystem für systemdienlichen Eigenverbrauch wird ein wichtiges Signal gegeben.

Dr. Diana Mantel