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20210129131255

Lehrer für Kinder mit Behinderungen werden bei Impfungen vorgezogen

12:27
29.01.2021
Nach anhaltender Kritik am Gesundheitsschutz in Schulen für Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen werden die Lehrer und Mitarbeiter dieser Einrichtungen früher geimpft. «Die Impfreihenfolge wird sich ändern», kündigte die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Freitag an. Das Personal der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und den entsprechenden Schulkindergärten werde in der Impfstrategie des Landes bevorzugt behandelt und vorgezogen.

Die Mitarbeiter betreuten und pflegten Kinder und Jugendliche mit einem hohen oder sehr hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion, sagte Eisenmann. «Deshalb sollten sie auch bei den Impfungen wie Pflegekräfte in Behinderteneinrichtungen oder Pflegeheimen behandelt werden.»

Bislang war beim Personal an den bereits seit Mitte Januar geöffneten SBBZ die Risikobeurteilung an den Regelschulen zugrunde gelegt worden. Lehrer und Betreuer hatten daraufhin in einer Petition auf die besonderen Umstände an den Einrichtungen aufmerksam gemacht. Sie hatten unter anderem gefordert, die Schulen an SBBZ nur dann zu öffnen, wenn der Gesundheitsschutz gewährleistet ist.

«Gerade diese Kinder brauchen Struktur und Grundlagen», verteidigte Eisenmann die Entscheidung am Freitag. Im vergangenen Jahr habe es größte Probleme gerade in diesem Bereich gegeben, sagte sie und verwies auf Rückmeldungen von Eltern. «Es gibt ja keine Präsenzpflicht. Und Notbetreuung wäre sowieso zulässig gewesen.»

Die SPD sieht das anders: «Das Versprechen einer höheren Priorität beim Impfen hilft den Mitarbeitern vor Ort aktuell noch überhaupt nicht weiter», sagte deren bildungspolitischer Sprecher Stefan Fulst-Blei. Auch die SBBZ müssten geschlossen werden. «Oder soll der Infektionsschutz bei den verletzlichsten Kindern gar keine Rolle spielen?», fragte der SPD-Politiker.

(dpa)

Bundesregierung weist zwei neue Corona-Mutationsgebiete in Afrika aus

11:55
29.01.2021
Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag zehn weitere Länder in Afrika, Südamerika und Asien als Hochrisikogebiete eingestuft. Zudem wurden Eswatini und Lesotho im südlichen Afrika zu Gebieten mit besonders gefährlichen Virusmutationen erklärt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab. Für die Mutationsgebiete plant die Bundesregierung eine weitreichende Einreisesperre. Dazu zählen bisher schon Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien.

Bereits jetzt müssen Einreisende aus Mutationsgebieten bei Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen, sich dann für zehn Tage in Quarantäne begeben, von der sie sich nach fünf Tagen befreien können. Das gilt auch für die Hochrisikogebiete, von denen es jetzt schon mehr als 20 gibt. Bei der Einreise aus «normalen» Risikogebieten - weitere rund 130 Länder - kann man sich auch erst bis zu 48 Stunden nach Ankunft in Deutschland testen lassen.

Die neuen Hochrisikogebeite ab Sonntag sind: Afghanistan, Botsuana, Ecuador, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Sudan und Syrien.

(dpa)

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