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Gewerkschaft fordert Planungssicherheit

17:08
28.01.2021
Nach der erneut verschobenen Öffnung von Kitas und Grundschulen wegen Corona fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Konzepte für die Erziehung und den Unterricht bis zu den Sommerferien. «Insgesamt wäre es für alle Beteiligten einfacher, wenn die Schulen mehr Planungssicherheit bekommen würden», sagte die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Ricarda Kaiser im Vorfeld der Schulleitungs-Tagung ihres Verbandes in Stuttgart. Das fortwährende Erstellen neuer Stundenpläne, Hygiene- und Raumkonzepte sowie Organisationsstrukturen sei für alle anstrengend und zermürbend.

An der Online-Tagung am Freitag (8.45 Uhr) nehmen laut GEW rund 350 Schulleitungen aller Schularten aus ganz Baden-Württemberg teil. Unter anderem wird die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann erwartet. Die CDU-Politikerin und Spitzenkandidatin ihrer Partei bei der Landtagswahl im März steht seit Monaten in der scharfen Kritik von Eltern und Gewerkschaften.

«Wir haben in diesem Corona-Schuljahr noch 22 Schulwochen und viele ungelöste Probleme vor uns», sagte Kaiser weiter. Schulleitungen seien seit März 2020 im Dauerstress.

(dpa)

Kretschmann wirbt um Verständnis: Kitas und Grundschulen bleiben zu

17:08
28.01.2021
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat um Verständnis für die kurzfristige Absage der früheren Öffnung von Kitas und Grundschulen geworben. «Es tut mir wirklich außerordentlich leid, dass wir unseren Plan, die Kitas und Grundschulen zu öffnen, jetzt nicht umsetzen können», sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag in Stuttgart. Nach dem Ausbruch der Corona-Mutation in einer Freiburger Kita sei das Risiko einfach zu groß. «Ich sehe, was das an Belastung für die Familien und die Kleinen bringt.» Aber es müsse jetzt jeder einsehen, dass es bei dieser Lage nicht möglich sei. Er wisse, dass sich die Menschen über sprunghafte Entscheidungen der Politik ärgerten. Aber: «Pandemien sind einfach nicht die Zeit der Verlässlichkeit», sagte Kretschmann.

Mittlerweile sei klar, dass sich 18 von infizierten 25 Personen in der Freiburger Kita mit einer Corona-Mutation angesteckt hätten. Diese Mutation stamme aus Südafrika, erklärte der Regierungschef. Die zunächst in Südafrika (B.1.351) nachgewiesene Variante gilt als hochansteckend. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts ist diese Virusvariante seit Ende Dezember im Südwesten vereinzelt nachgewiesen worden. Der Fall in Freiburg ist aber der erste Ausbruch in einer Kita.

Kretschmann sagte: «Die Diskussionen um weitere Lockerungen sind erstmal gegenstandslos geworden.» Und weiter: «Kitas und Schulen bleiben bis zum 21. Februar geschlossen.» Er bat die Eltern im Land darum, ihre Kinder nur in die Notbetreuung zu schicken, wenn sie es wirklich brauchten. Kretschmann mahnte, die Menschen müssten sich noch strikter an den Corona-Lockdown halten als bisher, weil die neuen Virusvarianten sich viel schneller ausbreiten könnten. «Die Mutanten sind nicht vor der Tür, sie sind leider schon da.»

(dpa)

Impfstoffstreit: EU-Vertrag mit Astrazeneca soll öffentlich werden

16:40
28.01.2021
Im Impfstoffstreit soll der Vertrag der EU-Kommission mit dem Hersteller Astrazeneca rasch in redigierter Form veröffentlicht werden. Dem habe das Unternehmen grundsätzlich zugestimmt, bestätigten Kommissionskreise am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Es werde nun besprochen, welche Teile aus Gründen der Vertraulichkeit geschwärzt würden. Zuvor hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» darüber berichtet.

Die Zeitung berichtete auch, dass Astrazeneca-Chef Pascal Soriot einen Teil der angekündigten Lieferkürzung zurücknehmen wolle. Nach Angaben von EU-Politikern hatte die Firma vorige Woche erklärt, statt 80 Millionen Impfdosen im ersten Qurartal nur 31 Millionen an die EU zu liefern. Jetzt zitiert das Blatt einen EU-Vertreter mit den Worten: «Es ist nicht wahrscheinlich, dass wir am Ende doch noch auf 80 Millionen kommen. Aber es sollten doch deutlich mehr werden als 31.»

Die EU-Kommission und Vertreter der 27 Mitgliedsstaaten hatten am Mittwochabend ein Krisengespräch mit Soriot geführt. Sie sind empört über die angekündigte Kürzung und pochen auf fristgerechte Erfüllung des Liefervertrags über insgesamt bis zu 400 Millionen Impfdosen.

(dpa)

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