Letztes Update:
20210128163829

Mehr Kulanz bei Steuererklärungen und Insolvenzanträgen

16:38
28.01.2021
Wegen der Corona-Pandemie bekommen Steuerberater mehr Zeit, um die Steuererklärungen ihrer Mandanten für das Jahr 2019 einzureichen. Der Bundestag verlängerte am Donnerstag die Abgabefrist um ein halbes Jahr. Statt bis zum 28. Februar dieses Jahres muss die Jahressteuererklärung 2019 damit erst bis zum 31. August abgegeben werden - allerdings nur in den Fällen, in denen ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein eingeschaltet wurde. Wer seine Steuererklärung selber macht, musste sie bereits im vergangenen Juli abgeben.

Gleichzeitig beschlossen die Abgeordneten, dass die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags wegen der Corona-Krise weiterhin ausgesetzt bleibt - zumindest für Firmen, bei denen die Auszahlung staatlicher Corona-Hilfen noch aussteht. Normalerweise muss ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrunds gestellt werden. Statt bis Ende Januar - wie bisher - bleibt diese Pflicht für überschuldete Firmen nun bis Ende April ausgesetzt, falls bis 28. Februar entsprechende Staatshilfen beantragt werden.

(dpa)

Tübinger Virologe hält vorsichtige Kita-Öffnungen für vertretbar

16:36
28.01.2021
Der Tübinger Virologe Thomas Iftner hält eine vorsichtige Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen trotz des Auftauchens einer Corona-Mutation in einer Freiburger Kita für vertretbar. «Auf der Grundlage der mir vorliegenden Daten kann man folgern, dass man Kitas und Grundschulen vorsichtig wieder öffnen kann», sagte Iftner den «Stuttgarter Nachrichten» (Freitag). Der Wissenschaftler ist Direktor des Instituts für Medizinische Virologie und Epidemiologie der Viruserkrankungen am Universitätsklinikum Tübingen und einer der Berater der Landesregierung zur Infektiosität von Kindern.

Allerdings müsse man die Einrichtungen eng begleiten, Erzieher und Lehrer müssten sich streng an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. «Sie müssen FFP2-Masken tragen und zwar richtig. Und sie sollten diese auch nicht im Gruppenraum oder Lehrerzimmer abnehmen und zusammen essen», sagte Iftner. Öffnungen seien aber nur denkbar, wenn es sich um die bis jetzt bekannten Mutationen aus England oder Südafrika handle, schränkte der Virologe ein.

(dpa)

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