Letztes Update:
20210224100325

Anteil der Briefwähler in Baden-Württemberg so stark wie nie zuvor

10:00
24.02.2021
Wegen der Corona-Krise und der Sorge vor Infektionen wird sich die Zahl der Briefwähler bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg so stark erhöhen wie nie zuvor. In zahlreichen Wahlkreisen wurden bereits jetzt mehr Unterlagen für die Briefwahl beantragt als bei der gesamten Landtagswahl vor fünf Jahren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa ergeben hat. «Wir erwarten, dass sich etwa 50 Prozent der Wählerinnen und Wähler für die Briefwahl entscheiden», sagte ein Sprecher der Stadt Heidelberg. Auch in Esslingen und Stuttgart, Karlsruhe und Offenburg gehen die Wahlleiter von deutlich mehr Briefwählern aus. «Wir rechnen mit mindestens doppelt so vielen Anträgen», hieß es unter anderem in Waldshut-Tiengen.

Im Jahr 2016 hatte landesweit etwa jeder fünfte Wähler (21 Prozent) bei der Landtagswahl seine Stimme auf dem Postweg abgegeben. Vor 25 Jahren war es noch etwa jeder zehnte Wähler (11 Prozent).

Auf die Wahlbeteiligung wirkt sich die hohe Zahl der Briefwähler aber kaum aus, heißt es in den Rathäusern. «In der Regel steigt die Wahlbeteiligung durch die Briefwahl nicht. Es ändert sich nur der Abstimmungsweg», sagte ein Sprecher der Stadt Offenburg.

(dpa/lsw)

Ein Drittel der bildenden Künstler lebt von gut 1000 Euro

08:45
24.02.2021
Mehr als ein Drittel aller bildenden Künstler in Deutschland lebt von rund 1000 Euro im Monat. Laut Statistischem Bundesamt waren 2019 rund 123 300 Menschen in diesem Bereich tätig - als bildende Künstler, Kunsthandwerkerinnen, Fotografen oder kunsthandwerkliche Metallgestalter.

36 Prozent der bildenden Künstler hatten 2019 ein monatliches Nettoeinkommen von weniger als 1100 Euro. Ein weiteres gutes Drittel befand sich in der Einkommensklasse 1100 bis 2000 Euro netto im Monat. Auf monatlich mehr als 2000 Euro netto kam lediglich rund ein Viertel der Erwerbstätigen. «Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern», wie das Bundesamt berichtete: «So waren 60 Prozent der Erwerbstätigen in der untersten Gehaltsklasse Frauen, ihr Anteil an den Erwerbstätigen in der Bildenden Kunst insgesamt betrug aber lediglich 53 Prozent.»

Mehr als zwei Drittel der Erwerbstätigen in diesen Berufen waren 2019 selbstständig. Dieser Anteil lag damit deutlich höher als in der gesamten Erwerbsbevölkerung, wo er nur zehn Prozent beträgt. Die Ergebnisse sind Teil eines neuen Spartenberichts Bildende Kunst, der eine Bestandsaufnahme des Bereichs Bildende Kunst und Design in Deutschland bieten will.

Besser sieht es finanziell bei Designern aus. 2019 waren etwa 167 500 Menschen in diesem Bereich tätig. 45 Prozent von ihnen hatten ein monatliches Nettoeinkommen von mehr als 2000 Euro. Außerdem waren im Bereich Design mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen abhängig beschäftigt.

(dpa)

Eilmeldung: Erste Sonderzulassungen für Corona-Selbsttests

08:11
24.02.2021
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Das teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Bei allen drei Tests würden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen. Dieser könne nach den von den Herstellern vorgelegten Studien jeweils durch Laien sicher durchgeführt werden, erklärte das Bundesinstitut weiter.

Vor der Erteilung einer Sonderzulassung prüft das Bundesinstitut nicht nur das technische Funktionieren des Tests. Es geht auch um die Frage, ob der Test sicher von Laien angewendet werden kann. Dazu gehört unter anderem auch eine verständliche Bedienungsanleitung, hieß es im Vorfeld.

Bei dem Bundesinstitut waren mit Stand 12. Februar fast 30 Anträge auf eine Sonderzulassung entsprechender Tests gestellt worden. Die Anträge werden nach damaligen Angaben mit höchster Priorität geprüft, um solche Schnelltests so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Damit die Tests von Laien sicher angewendet werden können und einen wirksamen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten, sei Sorgfalt das oberste Prinzip in den Prüfverfahren, erklärte das Bundesinstitut. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Mittwochmorgen im ZDF: «Ich gehe davon aus, dass wir schon nächste Woche weitere genehmigen können, Sonderzulassungen aussprechen können.»

Den regulären Weg, Medizinprodukte auf den Markt zu bringen, stellt hingegen die CE-Kennzeichnung durch Zertifizierungsstellen dar. Unabhängig von den Sonderzulassungen erwartete das Bundesinstitut auch auf dem regulären Weg weitere Antigen-Tests zur Laienanwendung.

Schnelltests gelten neben den Impfungen als ein wichtiger Baustein bei der Eindämmung der Pandemie. Das Thema hat durch die rasante Ausbreitung der als noch ansteckender geltenden Corona-Variante, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war, sowie die erfolgten Öffnungsschritte bei Kitas und Schulen weiter an Bedeutung gewonnen.

Die bisher verfügbaren Corona-Schnelltests sind seit dem 2. Februar auch zur Anwendung durch nicht medizinisches Personal nach einer Schulung zugelassen. Gesundheitsminister Spahn hatte zunächst angekündigt, dass ab 1. März das Angebot für alle Bürger kommen soll, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen - etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken. Darüber soll nun aber erst bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen zur Pandemie am 3. März gesprochen werden.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen