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20210224044934

Schülervertreter befürchten düstere Zukunftsaussichten

04:49
24.02.2021
Die Bundesschülerkonferenz warnt angesichts der Corona-Pandemie vor düsteren Zukunftsaussichten für die derzeitige Schülergeneration. Zwar dürfe man aktuell ein gewisses Maß an positiver Energie nicht verlieren, sagte der Generalsekretär Dario Schramm der Deutschen Presse-Agentur. «Dennoch habe ich große Sorge, wenn es um die Frage geht, was diese Pandemie für Auswirkungen hat.» Besonders machten ihm die Aussichten für ohnehin schon abgehängte Schüler aus wirtschaftlich schwächeren Familien Sorgen. Mit Blick auf die Themen Bewerbung, Ausbildungsplätze, Praktika sagte Schramm, der ganze Bereich Berufsvorbereitung leide massiv unter der Situation.

Ähnliche Einschätzungen kommen von der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA). Man sehe «mit Sorge», dass viele Schülerinnen und Schüler während der Schulschließungen nicht erreicht würden und zuhause zu wenig Kompensation fänden. Wie die BDA auf Anfrage weiter mitteilte, leidet aktuell besonders die berufliche Orientierung. Viele Schülerinnen und Schüler hätten nicht die Möglichkeit ein Betriebspraktikum zu machen.

Nach mehr als zwei Monaten ohne Unterricht in der Schule hatten Grundschulen in den meisten Bundesländern zuletzt wieder eingeschränkt aufgemacht. Wie lange die Einrichtungen geöffnet bleiben, ist jedoch wegen der unsicheren Corona-Lage unklar. Für die meisten älteren Schüler besteht noch keine Aussicht auf Rückkehr in ihre Schulen, nur für Abschlussklassen gibt es Ausnahmen.

(dpa)

Linnemann: Stationärer Einzelhandel steht am Abgrund

04:48
24.02.2021
Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann sieht den Einzelhandel in einer dramatischen Lage und hat die Bundesregierung zu mehr Tempo bei Finanzhilfen aufgefordert. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Der stationäre Einzelhandel steht am Abgrund. Eines ist sicher: Stirbt der Einzelhandel, sterben die Innenstädte. Um das zu verhindern müssen jetzt endlich die Hilfsgelder fließen. Daneben brauchen wir dringend eine Öffnungsperspektive unter strengen Hygieneregeln.»

Kein Unternehmen habe heutzutage eine Überlebenschance, wenn es sich nicht ständig neu erfinden würde. «Diese Kreativität muss auch Politik leisten und mehr bieten, als den Lockdown einfach immer weiter zu verlängern», sagte Linnemann, der auch Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU ist. «Wenn etwa in einigen Bundesländern Brautmoden-Geschäfte Termine vergeben können, muss das flächendeckend für den gesamten Einzelhandel möglich sein. So werden Abstände eingehalten, eine lückenlose Nachverfolgung ist möglich. Weitere Schritte müssen folgen.»

Zum Wandel im Einzelhandel angesichts des Online-Booms sagte Linnemann: «Es ist offenkundig, dass sich das Konsumentenverhalten im Handel radikal verändert hat. Was ohne Corona fünf oder sechs Jahre gedauert hätte, dauert jetzt fünf oder sechs Monate.» Diesen Wandel könne die Politik den Einzelhändlern nicht abnehmen. «Wer hier nicht reagiert und zukunftsfähig handelt, wird auf der Strecke bleiben.»

Der Einzelhändler in der Stadt habe aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Online-Handel: das persönliche Einkaufserlebnis, so Linnemann. «Der Händler muss diesen Vorteil konsequent ausspielen. Daneben müssen vor allem die Kommunen eng mit dem Handel zusammenarbeiten, die Parkgebühren dürfen nicht primär als Einnahmequelle gesehen werden. Der Kunde muss sich eingeladen fühlen.» Auch der öffentliche Personennahverkehr müsse attraktiv sein. «Vor Ort gilt es innovative und kluge Konzepte zu entwickeln, wie die Innenstädte lebhaft bleiben, Leerstand verhindert und Einkaufen zum Erlebnis wird.»

Der Handel und die Innenstädte leiden aktuell unter dem wochenlangen Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte. Der Lockdown war zuletzt von Bund und Ländern noch einmal bis zum 7. März verlängert worden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 3. März beraten, wie es weitergeht.

(dpa)

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