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Strobl fordert von Merkel geringere Fixierung auf Inzidenzwerte

16:55
23.02.2021
CDU-Bundesvize Thomas Strobl fordert von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine geringere Fixierung auf Inzidenzwerte im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Der Inzidenzwert dürfe nicht mehr alleine als Maßstab für Corona-Maßnahmen herangezogen werden, schreibt Strobl in einem Brief an die Kanzlerin vom Dienstag, über den die «Heilbronner Stimme» berichtet und der der dpa vorliegt.

Neben der Anzahl der Neuinfektionen sollten auch die Anzahl der Tests, der Anteil der positiven Testergebnisse sowie weitere Parameter wie die Auslastung der Krankenhäuser und die Kapazitäten der zuständigen Gesundheitsämter einbezogen werden, so Strobl. «Damit können wir künftig ein aussagekräftigeres und valideres Bild über die Situation der Corona-Pandemie in unseren Städten und Gemeinden ermitteln und wichtige Lockerungen ermöglichen.»

Viele kommunale Vertreter hätten ihn darauf hingewiesen, dass sich die starke Fixierung auf den Inzidenzwert als Entscheidungskriterium für weitere Maßnahmen hemmend auf die Bekämpfung der Pandemie vor Ort auswirken würde. «Eine Ausweitung der Testungen und eine konsequente Nachverfolgung der Infektionsketten führt unweigerlich zu einem Anstieg der Inzidenzwerte», schreibt Strobl. «Wer also als kommunaler Entscheidungsträger vor Ort "gute Arbeit" leistet, wird dadurch letztendlich bestraft.»

(dpa)

Griechische Corona-Zahlen trotz Lockdown höher als erwartet

16:54
23.02.2021
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Griechenland stärker gestiegen als von Experten angenommen. Am Dienstagnachmittag meldete die griechische Gesundheitsbehörde 2147 neue Fälle binnen 24 Stunden. Zu Beginn des harten Lockdowns für den Großraum Athen vor knapp zwei Wochen waren es landesweit noch 1526 Neu-Infektionen am Tag. Mit einem Höhepunkt der Fallzahlen seit dem Start des Lockdowns hatte der Corona-Krisenstab der Regierung zwar gerechnet - allerdings nicht mit einem so starken Anstieg, heißt es.

Fast die Hälfte aller aktuellen Neu-Infektionen wurden der Behörde zufolge im Großraum Athen mit seinen vier Millionen Einwohnern registriert. Damit scheint es sicher, dass die Regierung den harten Lockdown für stark betroffene Regionen wie die Hauptstadt um mindestens eine Woche verlängern wird. Ursprünglich war geplant, dass die Maßnahmen am Monatsende, also an diesem Sonntag, gelockert werden und Geschäfte zumindest unter Auflagen wieder öffnen könnten. Mit einer endgültigen Entscheidung über eine Verlängerung des Lockdowns wird nun am Freitag anlässlich des wöchentlichen Zusammentreffens des Krisenstabs gerechnet.

(dpa)

Schottische Regierung zeigt vorsichtigen Weg aus dem Lockdown auf

16:13
23.02.2021
Beim Weg aus dem Corona-Lockdown gibt sich die schottische Regierung zurückhaltender als der britische Premierminister Boris Johnson. Derzeit gebe es nur «begrenzte Möglichkeiten», die Maßnahmen zu lockern, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon am Dienstag im Parlament in Edinburgh. Sie kündigte an, dass in den kommenden zwei Monaten einige Restriktionen in drei Stufen gelockert werden sollen. So sollen vom 15. März an wieder alle Grundschüler sowie mehr ältere Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen. Außerdem dürfen sich dann vier Menschen aus zwei Haushalten wieder im Freien treffen.

In einer nächsten Stufe, die vom 5. April an gilt, werden die Ausgangsbeschränkungen weiter gelockert, einige Geschäfte dürfen wieder öffnen. Am 26. April soll dann wieder ein Stufenmodell in Kraft treten. Mitte März will die Regierung mitteilen, wie danach vorgegangen wird. Zu Urlauben oder Großereignissen äußerte sich Sturgeon - anders als Johnson - zunächst nicht.

Der britische Premier hatte am Vortag einen umfassenden Fahrplan für die Beendigung des Lockdowns in England bekanntgegeben. Diese «Roadmap» sieht vier Stufen aus und nennt bereits das frühestmögliche Datum für das Ende aller Beschränkungen, den 21. Juni. Weil Gesundheit Sache der Regionalregierungen ist, entscheidet jeder Landesteil eingeständig über seine Corona-Maßnahmen.

(dpa)

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