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Corona-Lage auf Mallorca inzwischen besser als in Deutschland

14:32
23.02.2021
Die Corona-Lage auf des Deutschen liebster Urlaubs-Insel Mallorca und auf den anderen Balearen verbessert sich im Zuge des strengen Lockdowns weiterhin rapide. Die spanische Region meldete am Dienstag nur noch 52 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind die niedrigsten Werte seit Ende Juli. Vor genau einer Woche waren noch 128 neue Fälle erfasst worden. Der am 4. Januar registrierte Tageshöchstwert lag mit 1865 sogar mehr als 35 Mal so hoch.

Mit rund 46 Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gehören die Balearen, die im Dezember lange die schlimmsten Zahlen ganz Spaniens hatten, inzwischen zu den Regionen des Landes mit den besten Werten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid lag nur Extremadura an der Grenze zu Portugal mit einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von 36,5 besser. Die Kanaren, die vom Tourismus genauso stark abhängig sind wie die Balearen, hatten knapp 48.

Mallorca hat aktuell auch bessere Zahlen als fast alle deutsche Regionen. Nach Angaben des Robert Koch Instituts lag die Sieben-Tage-Inzidenz zum Beispiel in Hamburg bei 66, in Berlin bei 55 und in Bayern bei 58. «Spitzenreiter» ist Thüringen mit 120.

Nicht nur bei den Infektionen gibt es eine positive Entwicklung auf den Balearen. Auch die Lage in den Krankenhäusern entspannt sich zusehends. Die Zahl der Intensivpatienten mit Covid ging am Dienstag um fünf auf 60 zurück. Noch vor einem Monat waren es 128 gewesen.

Auf Mallorca herrscht ein strenger Lockdown. Seit dem 13. Januar und mindestens noch bis Montag müssen unter anderem alle Restaurants, Cafés und Bars geschlossen bleiben. Die Gastronomen der Inseln sind nach einem Treffen mit Vertretern der Regionalregierung von Ministerpräsidentin Francina Armengol aber hoffnungsfroh, dass diese Woche eine Lockerung der Einschränkungen angekündigt werden wird.

(dpa)

Brinkhaus stellt sich in Schnelltest-Debatte hinter Spahn

14:32
23.02.2021
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat sich nach Kritik von SPD und Grünen an Jens Spahn wegen Verzögerungen bei den Corona-Schnelltests hinter den Gesundheitsminister gestellt. Parallel zu möglichen Öffnungen seien die nun in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehenden Schnelltests eine gute Chance, das Infektionsgeschehen zu kontrollieren, sagte Brinkhaus am Dienstag vor einer digitalen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Deshalb sei der Aufschlag von Spahn gut. «Ob das jetzt sieben Tage vorher oder sieben Tage später ist, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass das vernünftig organisiert wird.»

Es gehe etwa darum, dass Schnellteststellen vorhanden und die Länder eingebunden seien. Zur Kritik von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, Spahn sei ein Ankündigungsminister, sagte Brinkhaus: «Jens Spahn geht nach vorne, und das ist richtig. Und wenn man jetzt jeden festnagelt, der nach vorne geht, der neue Vorschläge macht», motiviere das nicht, innovative Vorschläge zu machen. «Insofern sollte man das nicht überbewerten, dass das jetzt ein paar Tage später kommt.»

Mit Blick auf die Runde der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen bei den Corona-Beschränkungen in der kommenden Woche betonte Brinkhaus, es müsse vermieden werden, dass man nun lockere und in vier Wochen wieder einen Schritt zurückgehen müsse. «Ich glaube, das ist niemandem zu vermitteln. Und deswegen ist da jetzt momentan Vorsicht und Bedachtsamkeit angesagt.» Es müsse aber auch eine Perspektive aufgezeigt werden, wie es mit Schülerinnen und Schülern weitergehe, die noch nicht in Präsenzunterricht seien. Auch beim Einzelhandel könne durch differenzierte Öffnungskonzepte und Tests einiges auf den Weg gebracht werden.

Zu einzelnen Öffnungsschritten wie etwa in Bayern und Baden-Württemberg, wo von kommender Woche (1. März) an Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden öffnen dürfen, sagte Brinkhaus, er wünsche sich eine bundeseinheitliche Vorgehensweise. Sonst gebe es ein «Rennen nach oben» mit den Nachbarländern.

(dpa)

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