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Astrazeneca will neue Impfstoff-Version im Herbst ausrollen

12:04
11.02.2021
Der britische Pharmakonzern Astrazeneca will bereits im kommenden Herbst die nächste Generation seines Corona-Impfstoffes ausrollen, der noch besser vor kursierenden Virus-Varianten schützen soll. Im Frühjahr sollten klinische Tests mit diesen Impfungen beginnen, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an. In sechs bis neun Monaten könne dann voraussichtlich die Massenproduktion starten.

Auch der derzeit bereits in der EU, Großbritannien und vielen anderen Ländern eingesetzte Astrazeneca-Impfstoff, den der Konzern gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat, soll prinzipiell wirksam gegen Varianten sein. Allerdings belegte eine Studie kürzlich, dass er bei der zunächst in Südafrika entdeckten Variante wohl weniger vor milden und schweren Verläufen von Covid-19 schütze. Bei anderen Corona-Varianten ist zudem teilweise noch ungeklärt, inwieweit sie sich der Wirkung bereits verfügbarer Impfstoffe entziehen können.

(dpa)

Lehrer und Erzieher: Giffey sieht gute Chance für frühere Impfung

11:58
11.02.2021
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich optimistisch gezeigt, dass Kita-Personal und Lehrkräfte an Grundschulen früher als bisher geplant gegen Corona geimpft werden können. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe bei den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwochabend «sehr deutlich» artikuliert, dass sie das begrüßen würde. Sie schließe sich dem an und halte das für einen sehr guten Weg, sagte Giffey am Donnerstag in Berlin. Es sei sehr gut, dass dieses Signal gesetzt werde. «Das ist eine Bitte, die ständig an mich herangetragen wird.»

Beschlossen ist allerdings noch nichts. Bund und Länder hatten am Mittwoch zunächst vereinbart, zu prüfen, ob Erzieherinnen und Erzieher und Grundschullehrer in der «Kategorie zwei mit hoher Priorität» geimpft werden könnten. In der Impfverordnung zählen sie bisher zur Gruppe drei - zusammen mit Über-60-Jährigen. Derzeit laufen Impfungen der Gruppe eins, zu der Über-80-Jährige, Personal und Bewohner in Pflegeheimen sowie Gesundheitspersonal mit höchstem Ansteckungsrisiko zählen. «Immer dann, wenn man sagt, jemand soll höhergestuft werden, muss man gleichzeitig auch sagen: Wer tritt dann ein Stückchen zurück und muss etwas warten», sagte Giffey. Das müsse sehr verantwortungsvoll geschehen.

(dpa)

Testflut in Österreich wegen Zutritts-Kontrollen beim Friseur

11:32
11.02.2021
In Österreich hat unter anderem die Corona-Testpflicht für den Besuch von Friseuren und anderen körpernahen Dienstleistern eine Flut von Infektions-Checks ausgelöst. Die Bundesländer hätten in den vergangenen fünf Tagen mehr als eine Million Antigen- und PCR-Tests gemeldet, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Donnerstag mit. Die Tendenz sei weiter stark steigend. Damit hat sich statistisch jeder neunte Österreicher seit Samstag testen lassen. Die Kapazitäten für kostenlose Tests sollen weiter ausgebaut werden.

«Österreich wird damit immer mehr zum Land der Testungen in Europa», sagte Anschober. Er gehe in Kürze von einer Kapazität von 400 000 Testungen pro Tag aus. Nach dem Erfolg der Maßnahme würden mögliche weitere Öffnungsschritte - zusätzlich zu spezifischen Schutzmaßnahmen - ebenfalls an solche Hürden gebunden werden. In Österreich sind seit Montag alle Geschäfte und viele Dienstleister wieder geöffnet. Die Schulen sind in den Präsenz-Unterricht übergegangen. Auch dort wird zweimal wöchentlich getestet. Diese bisher 470 000 Tests sind laut Anschober in der Gesamtzahl noch gar nicht berücksichtigt.

(dpa)

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