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Baden-Württemberger dürfen wieder ohne triftigen Grund vor die Tür

09:36
10.02.2021
Ab Donnerstag darf man in Baden-Württemberg auch ohne triftigen Grund wieder vor die Tür treten. Die Landesregierung hebt die Ausgangsbeschränkungen zwischen 5 und 20 Uhr auf. Die entsprechende Änderung der Verordnung werde im Laufe des Tages im Umlaufverfahren vom Kabinett beschlossen, wie ein Regierungssprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Bislang durfte man nur aus triftigem Grund die Wohnung verlassen - etwa um zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Arzt zu gehen.

Im gleichen Zug werden auch die landesweiten, nächtlichen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Sie gelten ab Donnerstagabend dann nur noch in Regionen ab einem Schwellenwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Auch starten die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen eine Stunde später - von 21.00 und 05.00 Uhr. Bislang trat die landesweite Ausgangssperre um 20.00 Uhr in Kraft.

Zuvor hatte der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim die landesweite nächtliche Ausgangssperre gekippt. Das Gericht hatte verfügt, dass sie zum letzten Mal in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Anwendung finden darf. Das Gericht gab dem Eilantrag einer Klägerin aus Tübingen statt, weil die Maßnahme angesichts der regional sinkenden Zahlen nicht mehr verhältnismäßig sei. Die Landesregierung beschloss daraufhin, auch die Ausgangsbeschränkungen tagsüber aufzuheben.

(dpa/lsw)

Corona-Warn-App gibt es jetzt auch für ältere iPhone-Modelle

09:35
10.02.2021
Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch von Besitzern der älteren iPhone-Modelle 5s und 6 genutzt werden. Die neuste Version steht seit Mittwoch im App-Store von Apple zum Herunterladen bereit. Es kann allerdings mehrere Stunden lang dauern, bis die aktualisierte App für alle iPhone-Nutzer sichtbar wird.

Das Robert Koch-Institut (RKI), das die Corona-Warn-App des Bundes offiziell herausgibt, kommt mit der neuen Version 1.12 der Forderung nach, die Nutzung der Tracing-App auch den Besitzern von älteren Smartphones zu ermöglichen. In Deutschland sind schätzungsweise noch 1,7 Millionen ältere Apple-Smartphones aktiv, auf denen nicht das bislang notwendige Betriebssystem iOS 13 oder 14 laufen kann. Die aktuelle Version der App gibt sich nun auch mit iOS 12.5 zufrieden, das auch auf dem iPhone 5s oder 6 läuft.

Neu in der App-Version 1.12 ist auch eine Begegnungshistorie, die Nutzerinnen und Nutzern dabei helfen soll, das eigene Risiko besser einzuschätzen. Auf der Startseite der App wird im Falle mehrerer Risikobegegnungen nur das Datum der jüngsten Begegnung angezeigt. In der Begegnungshistorie werden nun auch die Tage der anderen Begegnungen aufgelistet.

Das ebenfalls integrierte Kontakt-Tagebuch diene hingegen als private Gedächtnisstütze und laufe unabhängig vom Kontakt-Tracing-System der Corona-Warn-App, betonten die App-Macher. «Daher ist es sehr wichtig, zwischen den persönlichen Einträgen im Kontakt-Tagebuch (Orte und Personen) und dem Tracing-System der App zu unterscheiden.» Aus Datenschutzgründen wisse die Corona-Warn-App nicht, an welchen Orten die Menschen waren oder wen sie getroffen haben.

Über die App haben bislang über 240 000 Personen, die selbst positiv getestet wurden, ihre Mitmenschen vor gefährlichen Begegnungen gewarnt. Bei einem geschätzten Durchschnittswert von fünf Begegnungen mit anderen App-Nutzern dürften damit über eine Million Warnhinweise ausgelöst worden sein. Für eine flächendeckende Warnung vor gefährlichen Begegnungen ist allerdings der Nutzungsgrad zu gering.

Die App wurde bislang mehr als 25 Millionen Mal in den Stores von Apple und Google heruntergeladen. Da nicht alle Anwender die App noch weiterhin nutzen, liegt die Zahl der aktiven Anwender unter diesem Wert. Experten schätzen, dass sie von rund 23 Millionen Menschen weiterhin genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung auch tatsächlich einsetzen.

(dpa)

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