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Umfrage: Ansehen von Krankenhäusern und Pharmakonzernen gestiegen

06:09
10.02.2021
Das Ansehen des deutschen Gesundheitswesens bei den Bürgern ist einer neuen Umfrage zufolge im Zuge der Corona-Pandemie stark gestiegen. Demnach halten 72 Prozent der Bürger die Versorgung in den Krankenhäusern für gut oder sehr gut - ein Anstieg um 21 Prozentpunkte im Vergleich zu einem Jahr davor. Das meldete die Unternehmensberatung PwC am Mittwoch bei der Veröffentlichung der neuen Ausgabe ihres jährlichen Gesundheitssystem-Barometers. An der repräsentativen Umfrage nahmen im Dezember 1000 Menschen teil.

Zudem hat sich der Ruf der Pharmakonzerne deutlich verbessert, auch wenn die Mehrheit der Befragten die Branche nach wie vor skeptisch beurteilt: Demnach glauben 52 Prozent, dass die Unternehmen hauptsächlich am Profit interessiert sind. Vor einem Jahr waren noch mehr als zwei Drittel der Befragten dieser Ansicht. Inzwischen sind 35 Prozent der Meinung, dass Pharmakonzerne für die Heilung von Krankheiten innovativ sind - der Wert hat sich im Vergleich zur vorherigen Befragung damit fast verdoppelt.

Das deutsche Gesundheitswesen insgesamt erfreut sich derzeit ebenfalls großer Zustimmung: 72 Prozent zählen das deutsche System zur Weltspitze - vor Beginn der Corona-Pandemie war es nur gut die Hälfte der Befragten. «Der sprunghafte Anstieg um 20 Prozentpunkte belegt, wie sehr die Bürger wertschätzen, dass Deutschland im Unterschied zu vielen anderen europäischen Ländern bislang vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen ist», sagte Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC.

Die Umfrage offenbart auch, dass viele Bürger zwar keine grundsätzlichen Impfgegner sind, bei der Corona-Impfung aber dennoch vorsichtig bleiben: 80 Prozent sagten, dass sie sich impfen lassen wollen - aber nur 35 Prozent so schnell wie möglich. 45 Prozent wollen erst einmal abwarten, ob die Impfstoffe Nebenwirkungen haben.

(dpa)

8072 Corona-Neuinfektionen und 813 neue Todesfälle gemeldet

06:08
10.02.2021
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 8072 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 813 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. In diesen aktuellen Zahlen sollten auch 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten sein, die laut RKI am Vortag gefehlt hatten. Vor genau einer Woche hatte das RKI 9705 Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 68. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 299 996 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 62 969. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 073 100 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,82 (Vortag 0,89). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

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