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Dienstag, 9. Februar

Zwei Kreise im Südwesten weiter über 100er-Inzidenz

19:45
09.02.2021
Zwei Kreise in Baden-Württemberg liegen weiter über einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes von Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) sind dies der Hohenlohekreis mit 127,8 und der Kreis Waldshut mit 100,6. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz beträgt nun 57,3 - der Wert ist damit erneut leicht gesunken im Vergleich zum Vortag mit 59,2.

Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg um 1013 auf 301 979. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöhte sich um 42 auf 7526. Virusmutationen sind nun flächendeckend im Südwesten nachgewiesen. Dem Amt wurden laut Mitteilung bislang 1246 Fälle mit Virusmutationen aus 43 der 44 Landkreise im Südwesten übermittelt.

Bei den Sieben-Tage-Inzidenzen liegen inzwischen 17 Stadt- und Landkreise im Südwesten unter dem Wert von 50, ab dem die Gesundheitsbehörden den Angaben nach wieder Kontakte von Infizierten nachverfolgen können. Die Marke - bezogen auf den Landesdurchschnitt - gilt als wichtiges Argument in der Debatte um Lockdown-Lockerungen.

Dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zufolge lagen 330 Covid-19-Patienten in Baden-Württemberg auf Intensivstationen, 193 von ihnen künstlich beatmet. Fast 87 Prozent der 2432 betreibbaren Intensivbetten seien belegt, hieß es weiter.

Ihre erste Impfung gegen das Coronavirus haben 293 955 Menschen im Südwesten erhalten. 113 225 Menschen sind schon das zweite Mal geimpft (Stand: Dienstag, 0.15 Uhr). Das waren 7119 (Erstimpfung) beziehungsweise 6584 (Zweitimpfung) mehr als am Vortag. Weil es im Moment an Impfstoff mangelt, werden weniger Menschen geimpft.

(dpa/lsw)

Corona-Mutation bei Würth - Unternehmen setzt auf Schnelltests

19:17
09.02.2021
Nach dem Corona-Ausbruch in einem der vier Logistikzentren des Werkzeug-Handelsriesen Würth, setzt das Unternehmen auf ein eigenes System mit Schnelltests. Damit würden die Mitarbeiter aller vier Zentren mindestens einmal wöchentlich von ausgebildeten Ersthelfern getestet. In «Schwerpunktbereichen» soll dies mehrmals in der Woche geschehen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bis zum Erhalt des Ergebnisses sollen die Mitarbeiter im Testraum isoliert bleiben.

Zuvor hatte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitgeteilt, dass etwa 40 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Bei der Überprüfung im Labor sei zunächst in drei Fällen festgestellt worden, dass es sich um die noch ansteckendere Corona-Mutation aus Großbritannien handele. Es werde damit gerechnet, dass in weiteren Proben diese Virusvariante nachgewiesen wird. Zuerst hatte die «Heilbronner Stimme» über den Ausbruch berichtet.

Eine Würth-Sprecherin hatte der Zeitung gesagt, dass weitreichende Schritte eingeleitet und rund 1000 Mitarbeiter der Logistik Schnelltests unterzogen worden seien. Die Corona-Fälle hätten sich fast ausschließlich auf ein einzelnes Logistikzentrum konzentriert. Der Betrieb könne weiterlaufen. Gleichwohl werde in allen Logistikbereichen ein strenges Sicherheits- und Hygienekonzept angewendet. Dazu gehörten unter anderem Temperaturmessungen an den Eingangspforten, eine ständige Maskenpflicht auf dem Logistikgelände und an allen Arbeitsplätzen innerhalb der Logistik und in Büros.

«Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat absolut oberste Priorität», wird Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsführung, in einer Mitteilung zitiert. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, seien die zuständigen Behörden nach Bekanntwerden der Infektionen sofort informiert worden. Würth helfe außerdem bei der weiteren Kontaktnachverfolgung betroffener Mitarbeiter. Sie seien isoliert worden, außerdem lebten die Kontaktpersonen nun in häuslicher Quarantäne. «Die positiv getesteten Personen zeigten zum Zeitpunkt des Schnelltests keinerlei Symptome», heißt es.

(dpa/lsw)

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