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Impftermine weiter mit Hindernissen - Hotline zum Neustart überlastet

16:44
09.02.2021
Die neu strukturierte Vergabe von Corona-Impfterminen in Baden-Württemberg ist holprig angelaufen. Wie ein Sprecher des Sozialministeriums am Dienstag sagte, hatten am Montag etwa 305 000 Menschen versucht, die Hotline 116 117 anzurufen. Rund 20 300 Anrufer seien durchgekommen - entweder sofort oder innerhalb der extra auf fünf Minuten begrenzten Wartezeit. Für alle anderen ertönte ein Besetztzeichen. «Der erste Montag war ein Ausnahmetag mit einer großen Bugwelle an Anrufern», sagte der Sprecher.

Am Dienstag, dem zweiten Tag nach der Umstellung der Terminvergabe auf das sogenannte Recall-System, riefen bis zum Nachmittag nur noch 32 000 Menschen an. Die rund 600 Mitarbeiter des Callcenters konnten etwa 17 200 dieser Anrufe annehmen. Beim Recall-System werden Menschen, die einen Termin haben möchten, registriert und bekommen ihn später mitgeteilt.

Auf der Warteliste stehen nun (Stand 15.00) rund 34 500 Menschen. Vom Beginn der kommenden Woche an sollen alle Wartenden zurückgerufen und mit einem Impftermin versorgt werden, wie der Sprecher sagte. Die Hotline ist sieben Tage die Woche zwischen 8 und 22 Uhr besetzt.

Das Recall-System war eingeführt worden, nachdem Senioren in den Wochen davor teils über Stunden in Warteschleifen hingen. Genau das wolle man mit der Möglichkeit, sich auf Wartelisten zu registrieren und zurückrufen zu lassen, verhindern, hieß es. Menschen, für die sofort ein Besetztzeichen ertönt, müssen es aber ein weiteres Mal versuchen, sagte der Sprecher.

(dpa/lsw)

Merkel gegen jegliche Corona-Lockerungen vor 1. März

15:22
09.02.2021
Kanzlerin Angela Merkel hat sich gegen jegliche Öffnungsschritte beim aktuellen Corona-Lockdown bis zum 1. März ausgesprochen. Die Zeit, in der die britische Virusvariante noch nicht die Oberhand gewonnen habe, sei entscheidend, um mit aller Kraft die Infektionszahlen herunter zu bekommen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich gegen jegliche Öffnungsschritte beim aktuellen Corona-Lockdown bis zum 1. März ausgesprochen. Die Zeit, in der die britische Virusvariante noch nicht die Oberhand gewonnen habe, sei entscheidend, um mit aller Kraft die Infektionszahlen herunter zu bekommen, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern am Dienstag in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag.

Ihre Auffassung sei aus diesem Grund, dass man mit jeglichem Öffnungsschritt bis zum 1. März warten solle, sagte Merkel demnach. Dies sei für Eltern und andere Betroffene schwer. Man könne dann aber Öffnungsschritte «mit besserem Gewissen machen». Darüber gebe es noch Differenzen, räumte die Kanzlerin vor ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch ein. Merkel sagte, sie erwarte, dass die britische Variante des Virus in wenigen Wochen auch in Deutschland die dominante sein werde.

(dpa)

Schwäbische Kommunalpolitiker lassen sich vorab impfen

15:04
09.02.2021
In Nordschwaben stehen zwei Kommunalpolitiker wegen vorgezogener Corona-Impfungen in der Kritik. Sowohl der Landrat des Kreises Donau-Ries, Stefan Rößle (CSU), als auch der Oberbürgermeister der Kreisstadt Donauwörth, Jürgen Sorré, haben bereits im Januar eine vorgezogene Impfung erhalten. Zunächst hatte die «Augsburger Allgemeine» darüber berichtet.

Beide Kommunalpolitiker betonen, dass sie nun nicht mehr so handeln würden. Rößle sagte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur, dass es um zwei Impfdosen gegangen sei, die am Anfang der Impfkampagne am 4. Januar abends im Krankenhaus in Donauwörth übrig geblieben seien. Am nächsten Tag hätte das Mittel nicht mehr verwendet werden dürfen und hätte entsorgt werden müssen. Deswegen seien er und seine Stellvertreterin gefragt worden, ob sie kurzfristig eine Impfung wollen.

«Ich habe mir damals nichts dabei gedacht», sagte Rößle. Damals seien die Vorbehalte gegen die Impfungen auch noch größer gewesen als heute, meinte er. Aus heutiger Sicht mit der wochenlangen Diskussion um die Knappheit des Impfstoffs betrachtet Rößle sein Handeln selbst kritisch.

Der parteilose Oberbürgermeister Sorré hat nach eigenen Angaben Mitte Januar vom Impfzentrum ein ähnliches Angebot erhalten. Auch in diesem Fall habe die Gefahr bestanden, dass die Impfdosis verfalle. «Mit dem Wissen von heute würde ich die damalige Entscheidung, dieses kurzfristige Angebot anzunehmen, so nicht mehr fällen», heißt es in einer Erklärung des Oberbürgermeisters.

(dpa/lsw)

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