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4535 Corona-Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle gemeldet

04:38
08.02.2021
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 4535 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 158 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Montag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 5608 Neuinfektionen und 175 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die erfassten Fallzahlen sind an Montagen in der Regel niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 76. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2 288 545 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 08.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 61 675. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 041 300 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,94 (Vortag 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

Zweiter Lockdown belastet Mittelständler

04:33
08.02.2021
Der aktuelle Corona-Lockdown trifft Deutschlands Mittelständler einer Umfrage zufolge etwas weniger heftig als die Beschränkungen zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. «Viele haben aus den Erfahrungen des Vorjahrs gelernt und neben Geschäftsmodellen offensichtlich auch Kostenstrukturen angepasst», erläuterte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank KfW. Zudem dürfte die wirtschaftliche Erholung im Sommer und Herbst geholfen haben, Liquiditätsreserven wieder aufzufüllen. Auch die staatlichen Hilfsmaßnahmen trügen zur Stabilisierung bei.

Vor allem sinkende Nachfrage und damit verbundene Umsatzeinbußen machen den Unternehmen zu schaffen. Der in diesem Januar durchgeführten Umfrage zufolge kämpfen rund 2,6 Millionen oder 68 Prozent der Mittelständler aktuell mit den Folgen des harten Lockdowns. Das sind zwar etwa 220 000 Unternehmen mehr als im vergangenen September, aber deutlich weniger als im Frühjahr. Damals fühlten sich 80 Prozent der kleinen und mittleren Firmen betroffen.

Die Einschätzung zieht sich durch nahezu alle Wirtschaftsbereiche: Industrie, Bau und selbst Dienstleister. Lediglich im Groß- und Einzelhandel spürten die Firmen der Umfrage zufolge ähnlich starke Auswirkungen wie bei den Beschränkungen im vergangenen Frühjahr.

Die Gefahr einer Überschuldung bleibt der KfW zufolge in der Breite des Mittelstands überschaubar. Die Eigenmittelausstattung sei vor Beginn der Pandemie im Durchschnitt äußerst solide gewesen.

Ein Großteil der Mittelständler (47 Prozent) geht jedoch davon aus, dass die Folgen der Krise sie länger begleiten werden. Im Schnitt erwarten diese Firmen eine Rückkehr ihrer Geschäftstätigkeit zum Vorkrisenniveau in rund 10,3 Monaten, also ungefähr im November 2021, vorausgesetzt die weitere Pandemiebekämpfung verläuft erfolgreich.

Weitere 17 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass sie das Vorkrisenniveau nie mehr erreichen. Gegenüber Juni 2020, als die Frage erstmals gestellt wurde, ist dies ein Anstieg um 8 Prozentpunkte. «Die zunehmende Dauer der Einschnitte infolge der Corona-Krise führt bei einer steigenden Zahl von Unternehmen zu Unsicherheit hinsichtlich der Weiterführung ihrer Geschäftstätigkeit», erläuterte Köhler-Geib. Das dürfte die schon längere Investitionszurückhaltung der Unternehmen verstärken und Innovationskraft und künftige Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen.

Insgesamt zeichnet die aktuelle Befragung Köhler-Geib zufolge aber ein fast überraschend stabiles Bild der Lage im Mittelstand. «Das spricht für die Anpassungsfähigkeit und den Ideenreichtum von Unternehmen in Deutschland.»

(dpa)

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