Letztes Update:
20210205151217

Kinderschutz-Verein fordert Ende der generellen Schulschließung

14:06
05.02.2021
Der Kinderschutz-Verein Initiative Familien hat ein Ende der grundsätzlichen Schließung von Kitas und Schulen in Baden-Württemberg gefordert. «Wir brauchen für alle Kinder und Jugendlichen einen gewissen Anteil an Präsenz, damit sie die Möglichkeit haben, vor Ort zu lernen und soziale Kontakte in eier möglichst sicheren Umgebung zu pflegen», sagte Zarah Abendschön-Sawall, Sprecherin der Initiative in Baden-Württemberg, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

In einem offenen Brief des Vereins an die Mitglieder des Landtags vom Freitag heißt es, die Belastungen für Kinder und Jugendliche durch den Lockdown würden von Tag zu Tag größer. Dabei sei bis heute nicht wissenschaftlich geklärt, welchen Anteil Kita- und Schulschließungen überhaupt an den sinkenden Infektionszahlen hätten. Kindgerechte Infektionsschutzmaßnahmen - etwa mehr Schulbusse oder mehr Schnelltests - müssten unverzüglich umgesetzt werden. Zur Eindämmung der Pandemie müssten grundsätzlich bei Kindern und Jugendlichen mildere Mittel gefunden werden.

Der Verein Initiative Familien hat sich nach eigenen Angaben in der Corona-Pandemie gegründet und setzt sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen ein.

(dpa/lsw)

Marijan Murat/dpa

Lucha und Eisenmann einigen sich auf mehr Tests an Kitas und Schulen

14:01
05.02.2021
Nach einem offenem Streit über die Corona-Teststrategie haben sich Kultusministerin Eisenmann und Gesundheitsminister Lucha zunächst darauf verständigt, Tests an Kitas und Grundschulen auszuweiten.

Nach einem offenem Streit über die Corona-Teststrategie haben sich Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) zunächst darauf verständigt, Tests an Kitas und Grundschulen auszuweiten. «Das Personal an Bildung- und Betreuungseinrichtungen in Präsenz soll zunächst bis Ostern ein Angebot von zwei Schnelltests pro Woche erhalten», heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Ministerien vom Freitag in Stuttgart.

Nach dem bisherigen Beschluss hätten Lehrer und Erzieherinnen die Möglichkeit gehabt, sich bis Ostern dreimal testen zu lassen. Mit der Aufstockung der Tests soll eine Öffnung von Kitas und Grundschulen nach den Faschingsferien am 22. Februar begleitet werden, wenn die Zahl der Infektionen eine Lockerung zulassen.

Die von CDU-Spitzenkandidatin Eisenmann zusätzlich ins Gespräch gebrachten massenhaften Tests etwa auch für Polizisten, Busfahrer und Supermarktkassiererinnen seien nicht Teil des Konzepts, erklärte eine Sprecherin von Lucha. Das müsse mit den anderen zuständigen Ministerien im Kabinett besprochen werden.

In der Mitteilung heißt es, die beiden Minister hätten sich in einem «konstruktiven und zielorientierten Gespräch» geeinigt, «dass das Personal an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Grundschulen, Kitas und in der Kindertagespflege, das in der Präsenz arbeitet, sich zunächst bis zu den Osterferien zweimal pro Woche mittels PoC-Tests (Antigenschnelltests) wie bisher anlasslos testen lassen kann.» Diese gelte auch für Lehrerinnen und Lehrer in weiterführenden Schulen, die Abschlussklassen in Präsenz unterrichten oder Notbetreuung leisten.

Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher sollen selbst bestimmen, wann sie sich testen lassen. «Das Testangebot kann über die bestehenden Strukturen bei Ärzten und Apotheken wahrgenommen werden», heißt es weiter. Das Gesundheitsministerium will mit Ärzte- und Apothekenvertretern darüber sprechen, wie bis zum Ende der Faschingsferien genügend Testmöglichkeiten sichergestellt werden können. Nach Ostern soll überprüft werden, wie das Testangebot läuft.

(dpa/lsw)

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