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Kinderbonus könnte im März oder April ausgezahlt werden

09:25
04.02.2021
Die vom Koalitionsausschuss beschlossenen Corona-Hilfen wie etwa der Kinderbonus könnten nach Angaben von SPD-Chefin Saskia Esken im Frühjahr fließen. «Das ist jetzt eine technische Frage. Bis vielleicht März, April müsste das möglich sein, das Geld auszuzahlen», sagte Esken am Donnerstag im RTL/ntv-«Frühstart». Im vergangenen Jahr habe man es auch «innerhalb weniger Wochen oder Monate allerspätestens» geschafft.

Der Koalitionsausschuss hatte am Mittwochabend milliardenschwere Hilfen zur Abfederung der Corona-Krise beschlossen. Familien sollen einen Kinderbonus von 150 Euro erhalten. Im Vorjahr hatte es einen ähnlichen Bonus von 300 Euro gegeben. Auch erwachsene Menschen in Grundsicherung sollen einen einmaligen Zuschuss von 150 Euro erhalten. Außerdem wurden Entlastungen für Unternehmen beschlossen.

Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) begrüßte die Einmalzahlungen von 150 Euro. Damit würden soziale Härten abgefedert, sagte er bei NDR Info. «Das ist wirtschaftlich vernünftig und sozial geboten.» Heil hatte in den vergangenen Tagen insbesondere auf einen Corona-Zuschlag für Langzeitarbeitslose und Geringverdiener gepocht und gesagt, das Thema liege ihm «am Herzen».

(dpa)

Corona-Jahr: Stärkster Dämpfer für Maschinenbau seit Finanzkrise

09:24
04.02.2021
Deutschlands Maschinenbauer haben im Corona-Jahr 2020 den heftigsten Nachfrageeinbruch seit der Finanzkrise erlebt. Trotz der im Herbst einsetzenden Erholung sanken die Bestellungen bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Branchenverband VDMA am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Aus dem Inland kamen 6 Prozent weniger Aufträge, im Auslandsgeschäft gab es ein Minus von 13 Prozent. Insgesamt sei es stärkste Dämpfer seit der Finanzkrise 2008/09 gewesen.

«Für uns als exportorientierte Branche ist entscheidend, dass die globale Nachfrage in diesem Jahr wieder stärker in Schwung kommt und möglichst störungsfrei bedient werden kann», sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Trotz des zweiten Lockdowns in vielen europäischen Ländern endete das vergangene Jahr versöhnlich für die deutsche Schlüsselindustrie mit mehr als einer Million Beschäftigten. Die Unternehmen verbuchten ein Auftragsplus von real 7 Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahresmonat. Die im Herbst begonnene Erholung stehe allerdings unverändert auf wenig festem Grund, sagte Wiechers. «Die Pandemie ist nicht vorbei, und die immer wieder aufflammenden Diskussionen um Lockdowns sowie die verschärften Reiserestriktionen sind ernstzunehmende Belastungen und erschweren einen nachhaltigen Aufschwung.»

Die mittelständische geprägte Branche rechnete zuletzt mit einem Produktionszuwachs von 4 Prozent im laufenden Jahr nach einem erwarteten Einbruch von 14 Prozent 2020.

(dpa)

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