Letztes Update:
20210201145322

Bürgermeister klagen: Zu wenig Personal für die Corona-Kontrollen

14:09
01.02.2021
Die Gemeinden im Land haben einer aktuellen Umfrage zufolge zu wenig Personal für die Kontrolle der Corona-Maßnahmen. 81 Prozent der Bürgermeister im Land berichteten in einer am Montag veröffentlichten Befragung des Instituts Forsa für das Verbandsmagazin des Gemeindetags, «die:gemeinde», von Personalproblemen. Städte und Gemeinden müssen sich in vielen Fällen um Umsetzung und Kontrolle kümmern.

Jeder zweite Bürgermeister gab zudem an, dass nicht genügend Personal zur Nachverfolgung von Kontakten und Infektionsketten zur Verfügung stehe. Nach Angaben von 31 Prozent nehmen Beleidigungen oder Bedrohungen im Zuge der Corona-Krise gegen die Bürgermeister selbst, Verwaltungsmitarbeiter oder Ratsmitglieder zu. 61 Prozent berichteten, bei ihrer Arbeit gelegentlich mit Corona-Leugnern zu tun zu haben.

(dpa/lsw)

Ostukraine startet Corona-Impfungen mit Sputnik V aus Russland

13:43
01.02.2021
Trotz eines in der Ukraine verhängten Impfverbots mit dem russischen Wirkstoff Sputnik V haben im Osten des Landes Impfungen mit dem Vakzin begonnen. In den von Separatisten kontrollierten Gebieten an der russischen Grenze hätten am Montag die ersten medizinischen Mitarbeiter, Beschäftigten sozialer Dienste und Vertreter von Sicherheitsorganen eine Impfung erhalten, berichteten Medien in der Ostukraine. Das Parlament in der Hauptstadt Kiew hatte dagegen erst vor wenigen Tagen Sputnik V verboten.

In den Separatisten-Gebieten hat es nach offizieller Statistik seit Beginn der Pandemie bislang etwas mehr als 22 000 Corona-Infektionen gegeben. Mehr als 2000 starben mit dem Virus. Beobachter gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

Eigenen Angaben nach leben rund 3,6 Millionen Menschen in den von den Aufständischen kontrollierten Gebieten Luhansk und Donezk. Infolge der Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und Einheiten der von Russland unterstützten Aufständischen sind UN-Schätzungen zufolge seit 2014 mehr als 13 000 Menschen getötet worden.

Kiew setzt dagegen auf westliche Impfstoffe. Die ersten Lieferungen werden Regierungsangaben zufolge in zwei Wochen erwartet. Einer Prognose des britischen Magazins «Economist» zufolge ist in der verarmten Ex-Sowjetrepublik nicht vor 2023 mit einer allgemeinen Verfügbarkeit von Impfmitteln zu rechnen.

(dpa)

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