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Elke Büdenbender: Hinter jedem Corona-Toten steht «ein ganzes Leben»

15:46
23.12.2020
Die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender, hat angemahnt, die Verstorbenen in der Corona-Pandemie nicht aus dem Blick zu verlieren. Es werde aus ihrer Sicht zu wenig über die Toten gesprochen. «Ich halte es für ganz wichtig, als Gesellschaft noch stärker anzuerkennen, dass es viele Tote in der Corona-Zeit gibt - Menschen, die an Corona sterben, aber auch Menschen, die allein sterben mussten, weil niemand bei ihnen sein durfte», sagte Büdenbender der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (NOZ). Es sei «ein großes Leid, das Einzelne erfahren, das unsere Gesellschaft aber auch insgesamt prägen wird». Hinter jedem Corona-Toten stehe «ein ganzes Leben, ein ganzes Buch».

Deutschlands First Lady will sich nach eigenen Aussagen «unbedingt» impfen lassen. «Ich bin grundsätzlich davon überzeugt, dass Impfen eine große Errungenschaft ist, und habe auch jetzt keine Bedenken. Im Gegenteil: Es ist wunderbar, wie die Forschung uns guten Grund zur Hoffnung gibt», sagte Büdenbender. Für das kommende Jahr spüre sie die Zuversicht, «dass wir das Übel der Pandemie mit dem Impfstoff bei der Wurzel packen können».

Zum Weihnachtsfest wolle sie in diesem Jahr «im kleinsten Kreis zusammenkommen». «Es wäre schön, wenn wir meine 91-jährige Schwiegermutter treffen könnten. Weihnachten wird sehr anders sein als sonst», sagte Büdenbender. Für sie sei Weihnachten «ein Fest der Gemeinschaft». «Der Verzicht darauf fällt doppelt schwer, weil wir in den vergangenen Monaten unsere Lieben so selten sehen konnten», sagte die 58-Jährige.

(dpa)

Kanada erlaubt Einsatz von Modernas Corona-Impfstoff

15:45
23.12.2020
Nach den USA hat auch Kanada den Einsatz des Coronavirus-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna erlaubt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Ottawa am Mittwoch mit. Es ist nach dem Präparat von Pfizer/Biontech das zweite Präparat im Einsatz in Kanada. Vergangene Woche hatte Premierminister Justin Trudeau erklärt, dass Kanada noch im Dezember bis zu 168 000 Dosen des Moderna-Impfstoffs bekomme und dass die Auslieferung innerhalb von 48 Stunden nach der Genehmigung des Ministeriums beginnen könne.

Modernas Mittel braucht zwei Impfdosen im Abstand von vier Wochen, um wirksam zu sein; von Pfizer/Biontechs Mittel wird nach drei Wochen eine zweite Dosis verabreicht. Es muss beim Transport aufwendiger gekühlt werden als Modernas Impfstoff. Die USA hatten am Mittwoch bestätigt, 100 Millionen weitere Impfdosen bei Pfizer/Biontech zur Auslieferung bis zum Jahresmitte 2021 bestellt zu haben.

Beide Mittel hatten in Testreihen eine hohe Wirksamkeit von um die 94 Prozent und nur wenige Nebenwirkungen gezeigt. Allerdings ist noch unklar, wie lange die Impfwirkung anhält, weil die behandelte Form des Coronavirus erst seit rund einem Jahr bekannt ist.

(dpa)

Polnische Regierung beschließt Corona-Hilfen für Unternehmen

15:45
23.12.2020
Die polnische Regierung hat ein Hilfspaket von 35 Milliarden Zloty (7,8 Milliarden Euro) geschnürt, um Firmen zu unterstützen, die vom Corona-Lockdown betroffen waren. Das gab Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Mittwoch bekannt.

Die Hilfszahlungen sollen vor allem an Firmen gehen, die «im Oktober, November und Dezember besonders stark betroffen wurden», erklärte der Regierungschef. Von der Europäischen Kommission habe man dafür bereits grünes Licht bekommen. Polen hatte gemeinsam mit Ungarn vorübergehend die EU-Hilfen blockiert, um eine Verknüpfung mit dem Rechtsstaatsprinzip zu verhindern.

Polen wurde ab September von einem raschen Anstieg der Corona-Infektionszahlen betroffen. Im Rahmen der deshalb verhängten Einschränkungen wurden unter anderem Fitnesszentren und Schwimmbäder geschlossen. Hotels durften nur mehr Geschäftsreisende aufnehmen, aber keine Touristen. Einige Beschränkungen für den Einzelhandel wurden für die Weihnachtszeit vorübergehend aufgehoben, sollen aber nach den Feiertagen wieder in Kraft treten.

Morawiecki erwartete, dass Polens Wirtschaft zum Jahreswechsel 2021/2022 wieder auf das Niveau vor der Coronakrise zurückfinden dürfte.

(dpa)

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