Letztes Update:
20201223154446

Kretschmanns Weihnachtsappell: «Suchen Sie nicht nach Schlupflöchern»

15:43
23.12.2020
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat kurz vor Heiligabend bei den Bürgern angesichts der Corona-Krise um Verständnis und für Verzicht geworben. «Große Familienfeiern, ausgiebige Besuche bei Verwandten und Freunden sind dieses Mal leider nicht möglich», teilte der Grünen-Politiker am Mittwoch mit. «Und auch auf manche schöne Tradition werden wir dieses Jahr verzichten müssen - oder sie wird zumindest anders aussehen.» Die Einschränkungen seien schmerzhaft, aber notwendig. «Ein normales Weihnachten würde uns in diesem Jahr in den Gesundheitsnotstand führen.» Man müsse auch nicht alles tun, was erlaubt sei. «Suchen Sie nicht nach Schlupflöchern, sondern schließen sie diese eigenverantwortlich.» Wenn sich alle an die Corona-Schutzmaßnahmen hielten, werde man die zweite Welle brechen.

(dpa)

Polizei-Gewerkschaft fordert Lockdown für Demos und Versammlungen

14:09
23.12.2020
Die Gewerkschaft der Polizei in Bayern verlangt angesichts hoher Infektionszahlen einen Lockdown auch für Versammlungen und Demos. In Zeiten, in denen Besuche im Familien- und Freundeskreis auf ein Minimum eingeschränkt und Ausgangssperren verhängt werden, sei es nicht nachvollziehbar, warum Demos und Versammlungen nach wie vor erlaubt werden, teilte der Landesverband am Mittwoch mit. Etwa seien für den 31. Dezember und 1. Januar in Berlin solche Veranstaltungen geplant.

«Das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit ist in unserer Demokratie richtig und wichtig, muss aber in Zeiten der immer noch drastisch steigenden Infektionszahlen, die zu massiven Einschränkungen der persönlichen Freiheit eines jeden Einzelnen führen, vorübergehend in den Hintergrund treten», hieß es. Nunmehr habe das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit höhere Priorität. Deshalb müssten auch Versammlungen mindestens bis zum Ende des allgemeinen Lockdowns untersagt werden.

Die Gewerkschaft rief Landratsämter, Städte und letztendlich die Verwaltungsgerichte auf, eine gemeinsame Linie zu vertreten. Menschen, die Woche für Woche auf Demos vorsätzlich gegen Abstandsregeln und Maskenpflicht verstießen, gefährdeten nicht nur sich selbst, sondern auch andere, die Auflagen einhaltenden Demo-Teilnehmer und die Einsatzkräfte. «Dieses unverantwortliche Handeln muss Konsequenzen haben.»

(dpa)

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