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20201222082247

Biontech: Lieferungen werden sofort beginnen

04:57
22.12.2020
Nach der bedingten Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union wollen die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer sofort die ersten Lieferungen des Präparats in die EU-Mitgliedsstaaten veranlassen. «Die Lieferungen werden sofort beginnen und schrittweise im Laufe der Jahre 2020 und 2021 erfolgen, um eine gerechte Verteilung der Impfstoffe entsprechend der Vertragsbedingungen in der EU zu gewährleisten», teilten die Unternehmen am Montagabend mit. Die Impfstoffdosen für Europa werden den Angaben zufolge in den Biontech-Produktionsstätten in Deutschland sowie im Pfizer-Werk im belgischen Puurs hergestellt.

«Die heutige bedingte Marktzulassung durch die Europäische Kommission ist eine historische Errungenschaft», erklärte Biontech-Chef und Mitgründer Ugur Sahin. Der Impfstoff sei der erste, der in nicht einmal einem Jahr in einer großen Studie an mehr als 44 000 Probanden getestet und zugelassen worden sei. «Diese große Leistung basiert auf der jahrzehntelangen Arbeit vieler Wissenschaftler weltweit und ist außerdem ein Beleg für unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserem Partner Pfizer», sagte Sahin.

«Wir glauben, dass Impfungen dazu beitragen können, die Zahl der Menschen in der Hochrisikobevölkerung zu verringern, die im Krankenhaus stationär behandelt werden müssen», fügte er hinzu. Biontech und Pfizer würden in den nächsten zwei Jahren weitere Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit erheben und «den Impfstoff gegenüber allen neu auftauchenden Mutationen untersuchen».

Der Impfstoff wird laut Biontech in der EU unter dem Namen Comirnaty vermarktet. Der Name vereine die Wörter Covid-19, mRNA (Bezeichnung des Botenmoleküls), Community (englisch für Gemeinschaft) und «Immunity» (Immunität). Mit der Bezeichnung will das Unternehmen nach eigenen Angaben die erste Zulassung eines Impfstoffs auf Basis von messenger RNA (mRNA) hervorheben. Zudem solle der Namen die gemeinschaftlichen Bemühungen unterstreichen, die diese Zulassung jetzt ermöglicht hätten.

(dpa)

Weitgehender Stopp im Reiseverkehr aus Großbritannien und Südafrika

04:56
22.12.2020
Wegen der neuen Variante des Coronavirus schränkt die Bundesregierung den Reiseverkehr aus Großbritannien und Südafrika nach Deutschland weiter ein. Verkehrsunternehmen ist eine Personenbeförderung von dort mit Flugzeug, Bahn, Bus und Schiff von diesem Dienstag an weitgehend verboten, wie aus einer am Montag im Bundesanzeiger veröffentlichten Verordnung des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Sie gilt bis zum 6. Januar.

Ressortchef Jens Spahn (CDU) erklärte am Abend auf Twitter, dies erfolge «als Vorsichtsmaßnahme», bis man mehr über die berichteten Coronavirus-Mutationen in beiden Ländern wisse.

Als erste Schutzvorkehrung hat das Bundesverkehrsministerium bereits ab Montag Flüge aus Großbritannien nach Deutschland vorerst bis 31. Dezember untersagt. Die Bundesregierung hatte am Wochenende weitere Beschränkungen auch für Einreisen aus Südafrika angekündigt.

(dpa)

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