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Tübingens OB: Corona-Test-Pflicht in Altenheimen zu spät

04:50
22.12.2020
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat Bund und Länder dafür kritisiert, viel zu spät Tests in Altenheimen verpflichtend angeordnet zu haben. In Tübingen seien durch regelmäßiges Testen seit September Ausbrüche verhindert oder eingegrenzt worden. Das sei die richtige Maßnahme, sagte er der «Südwest Presse» (Dienstag). «Mit unserer Forderung, diese Tests in Heimen regelmäßig ohne konkreten Anlass durchzuführen, sind die Tübinger Pandemiebeauftragte Lisa Federle und ich immer wieder abgeblitzt und haben dann halt beschlossen, dass wir es auf eigene Faust machen», sagte er weiter. «Was mich ärgert, ist, dass das viele Monate nicht nur verschleppt, sondern aktiv verhindert und abgelehnt wurde.»

Billig sei das nicht gewesen: «Wir haben eine halbe Million Euro aus der Stadtkasse für unser Schutzkonzept bereitgestellt, und das vor einer drohenden Finanzkrise», sagte er. Der zweite Lockdown sei extrem ineffizient: «Kontakte müssen allen verboten werden, obwohl 99 Prozent der Leute gar nicht infiziert sind. Und wie wir da wieder rauskommen, weiß im Moment auch niemand so recht zu sagen.»

Palmer bekräftigte in dem Interview, im anstehenden Landtagswahlkampf helfen zu wollen. Für das Ziel, mit seiner Partei wieder an einem Strang zu ziehen, sei er bereit, sich zu bewegen. Ob er 2022 nochmal als Oberbürgermeister antreten wolle, hänge davon ab, «ob es mir zumindest gelingt, die Tübinger Grünen zu überzeugen, mit mir ein drittes Mal ins Rennen zu gehen», so Palmer. «Gegen die Partei anzutreten, müsste ich mir reiflich überlegen.»

(dpa)

Land: Fünf Millionen Schnelltests sind bis Ende des Jahres im Lager

04:49
22.12.2020
Das Land Baden-Württemberg wird nach eigenen Angaben sein Ziel erreichen, bis Ende des Jahres fünf Millionen Corona-Schnelltests zu beschaffen. Stand jetzt seien bereits etwas mehr als 3,4 Millionen Schnelltests im Lager, sagte am Montag ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. «Noch in dieser Woche bekommen wir die restliche Lieferung, sodass wir schon Ende dieser Woche und damit noch vor Jahresende unser Ziel von etwa fünf Millionen beschafften Tests erreicht haben», sagte der Sprecher weiter.

Die Schnelltests hatte das Land als Notreserve geordert. Vorwürfe, sich bei der Bestellung zuviel Zeit gelassen zu haben, hatte die Landesregierung zurückgewiesen. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte Mitte November verkündet, die Antigen-Tests könnten beispielsweise bei großen Ausbrüchen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern genutzt werden. Zudem seien sie unter anderem für Personal, Bewohner oder Patienten in pflegerischen und medizinischen Einrichtungen, Arztpraxen und Kliniken gedacht.

(dpa/lsw)

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Montag, 21. Dezember

2241 Corona-Neuinfektionen im Südwesten - 132 weitere Todesfälle

18:09
21.12.2020
Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist innerhalb eines Tages um 2241 Fälle gestiegen. Nach Angaben vom Montag (Stand 16.00) verzeichnete das Landesgesundheitsamt zudem 132 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Am vergangenen Montag waren 2177 neue Infektionen und 99 zusätzliche Todesfälle gemeldet worden.

Die Zahl der bisher nachgewiesenen Fälle im Land stieg damit auf aktuell 214 454. Als genesen gelten den Angaben zufolge 152 198 Menschen im Südwesten. 4100 Menschen starben bisher mit einer Corona-Infektion.

In intensivmedizinischer Behandlung sind nach Daten des Divi-Intensivregisters derzeit 602 Erkrankte, wie die Behörde weiter mitteilte. Davon werden 330 (54,82 Prozent) künstlich beatmet.

Der 7-Tage-Wert für die Neuinfektionen je 100 000 Einwohner beträgt für das ganze Land aktuell 207,8. Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen weiterhin deutlich über dem Wert von 100. Ab 50 gilt ein Kreis als Risikogebiet.

(dpa)

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