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Bundespräsident Steinmeier: «Heute ist ein entscheidender Tag»

15:51
21.12.2020
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich optimistisch über den bevorstehenden Start der Corona-Impfungen geäußert. «Heute ist ein entscheidender Tag im Kampf gegen das Coronavirus», sagte Steinmeier am Montag nach einem Besuch im größten Berliner Impfzentrum im Stadtteil Alt-Treptow. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfahl am Montag die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer in der EU.

Die aktuelle Situation sei angesichts der hohen Infektionszahlen schwierig, sagte Steinmeier nach seinem Rundgang durch das Impfzentrum in der Arena Treptow. «Aber der heutige Tag ist auch ein Tag der Hoffnung, weil mit dem Beginn des Impfens das Licht am Ende des Tunnels ein klein bisschen heller wird.»

Gleichzeitig mahnte das Staatsoberhaupt, weiter vorsichtig zu bleiben: «Wir müssen Rücksicht nehmen, wir müssen die Hygienemaßnahmen weiterhin beachten.»

(dpa)

Spahn: Impfstoff-Zulassung «Meilenstein in Pandemiebekämpfung»

15:50
21.12.2020
Die Bundesregierung hat das grundsätzliche grüne Licht für einen Corona-Impfstoff in der EU begrüßt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Montag, die ordentliche Zulassung eines Impfstoffes sei «ein Meilenstein in der Pandemiebekämpfung». Impfen ebne den Weg aus der Krise. «Und wir tun alles dafür, diesen Weg so schnell wie möglich zu gehen.» Am Tag nach Weihnachten sollten die ersten Pflegebedürftigen in der stationären Altenpflege geimpft werden. «Denn wir schützen die Verwundbarsten zuerst», sagte Spahn.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine bedingte Marktzulassung des Präparates der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer empfohlen. Die EU-Kommission muss die Zulassung noch genehmigen. In Deutschland sollen Impfungen am 27. Dezember starten. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sprach mit Blick auf die EMA-Empfehlung von einer «Nachricht, die Hoffnung macht».

(dpa)

Vatikan akzeptiert Corona-Impfung trotz Einsatz abgetriebener Föten

15:49
21.12.2020
Der Vatikan hat den Einsatz von Corona-Impfstoffen trotz Hinweisen auf die Verwendung von Zell-Linien zweier abgetriebener Föten für die Entwicklung als moralisch vertretbar bestätigt. Wenn ethisch einwandfreie Impfstoffe gegen Covid-19 nicht verfügbar seien, sei es akzeptabel, eine Corona-Impfung zu erhalten, bei der Zell-Linien abgetriebener Föten für die Forschung und Entwicklung der Stoffe verwendet worden seien, schrieb die Glaubenskongregation des Heiligen Stuhls am Montag. Man urteile nicht über die Effizienz oder Sicherheit der Impfstoffe, da dafür etwa biomedizinische Forscher verantwortlich seien.

Moralisch vertretbar sei eine Impfung dann nicht mehr, wenn Länder ihren Bürgern nicht die Wahl ließen, welcher Impfstoff aus einer Reihe verabreicht werde. Mit der Note unterstützte der Vatikan eine Impfung. Sie schütze die Allgemeinheit und vor allem die Alten und Verwundbaren. Er betonte aber, dass das Impfen keine moralische Verpflichtung sei und freiwillig bleiben solle.

Außerdem bedeute die Verwendung solche Impfstoffe nicht, dass es der Vatikan befürworte, Zell-Linien abgetriebener Föten einzusetzen. Pharmazeutische Unternehmen und Gesundheitsagenturen der Regierungen seien deshalb angehalten, ethisch akzeptable Impfstoffe zu produzieren, zu genehmigen und zu verteilen. Die Glaubenskongregation fügte an, dass die Impfstoffe auch den ärmsten Ländern zugänglich gemacht werden müssten. Ansonsten wäre das ein weiteres Zeichen von Diskriminierung armen Ländern gegenüber.

(dpa)

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