Letztes Update:
20210118044952

Göring-Eckardt fordert Ausweitung von Corona-Schnelltests

04:44
18.01.2021
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt fordert eine Initiative zur Ausweitung von Corona-Schnelltests. «Mit Abnahmegarantien und einer Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung muss Gesundheitsminister (Jens) Spahn sicherstellen, dass ausreichend Schnelltests produziert und auch von Privatpersonen gekauft und angewendet werden können», sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Regelmäßige Schnelltests sollten laut Göring-Eckardt in allen Berufen, in denen Menschen regelmäßig mit wechselnden Kontakten arbeiten, für mehr Sicherheit sorgen. Als Beispiel nannte sie Ärzte, Pflegekräfte oder Polizisten.

Mit Blick auf die Bund-Länder-Gespräche am Dienstag forderte die Grünen-Politikerin eine Homeoffice-Pflicht für alle Bereiche, wo es möglich sei. «Nur so geht die Mobilität runter. Zudem muss dann auch niemand mehr mit mangelndem Schutz im Großraumbüro arbeiten. Das schützt auch die, die ihre Arbeit nicht von zu Hause machen können.» Es sei ihr völlig unverständlich, warum Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nicht endlich handele.

(dpa)

Virologin Addo erwartet deutliche Entspannung «vom Frühjahr an»

04:44
18.01.2021
Die Virologin Marylyn Addo erwartet in der Corona-Pandemie «vom Frühjahr an und im Sommer eine deutliche Entspannung». «Schon wegen des wärmeren Wetters und der höheren Impfquote», sagte die Leiterin der Sektion Infektiologie vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Montag). «Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass wir so bald in großen Menschenmassen wie auf dem Oktoberfest darauf anstoßen können. Es dürfte auch in der zweiten Jahreshälfte wieder einen Anstieg geben, es ist halt ein Erkältungsvirus. Aber ich bleibe zuversichtlich.»

Zur Diskussion über einen zu langsamen Impfstart in Deutschland sagte sie: «Ich würde mir wünschen, dass man nicht das große Bild aus den Augen verliert. Wenn man mir im letzten Februar gesagt hätte, dass wir uns im Dezember darüber streiten, wer die ersten Impfstoffe bekommt, hätte ich das für verrückt gehalten - so schnell würde es doch nie einen Impfstoff geben. Aber es kam anders, und wir sollten auch mal "feiern", was erreicht wurde.»

(dpa)

BKK-Verbandschef: «Schulen müssen wieder geöffnet werden»

04:43
18.01.2021
Der Chef des Verbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Frank Knieps, hat vor der Gefahr länger geschlossener Schulen gewarnt und eine schnelle Öffnung gefordert. «Der Staat kann doch nicht hinnehmen, dass es vom Geldbeutel oder dem Improvisationstalent der Eltern abhängt, ob die Kinder Zugang zu Bildung bekommen», sagte Knieps dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). «Ich habe den Eindruck, die politischen Entscheidungsträger können sich die Situation für Kinder in bildungsfernen Haushalten gar nicht vorstellen: Dass es dort Kinder ohne Computer gibt, ohne Unterstützung beim Lernen, ohne warmes Mittagessen, aber vielleicht sogar mit häuslicher Gewalt.»

«Die Schulen müssen wieder geöffnet werden, je schneller desto besser», sagte Knieps. Zwar wisse man inzwischen, dass Kinder beim Infektionsgeschehen eine größere Rolle spielten als bisher vermutet. «Aber das Risiko müssen wir eingehen.» Das grundsätzliche Ziel, Kontakte zu reduzieren, stellte er gleichwohl nicht in Frage. «Weil massive Fehler gemacht wurden, sind wir jetzt geradezu gezwungen, mit allen Mitteln zu versuchen, das Gesundheitswesen zu entlasten.»

(dpa)

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