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Dax auf Talfahrt - Neue Virusängste und neue Abschottungen

14:12
21.12.2020
Die Virusängste sind an die Börsen zurückgekehrt und haben am Montag auch den deutschen Aktienmarkt schwer belastet. Zeitweise büßte der Dax seine Gewinne aus der vergangenen Woche von knapp 4 Prozent komplett wieder ein. Am Nachmittag ging es etwas moderater um 2,99 Prozent abwärts auf 13 222,99 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte gab am Nachmittag um 2,48 Prozent auf 29 650,97 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 3,17 Prozent.

Nun rückte eine neue Variante des Coronavirus in Großbritannien in den Fokus, die deutlich ansteckender sein soll als die bisherige. Außerdem ist auch das Gerangel um einen Handelspakt zwischen der EU und Großbritannien noch immer nicht ausgestanden. Vor diesem Hintergrund half es wenig, dass sich in den USA Demokraten und Republikaner im Kongress auf ein weiteres rund 900 Milliarden US-Dollar schweres Konjunkturpaket verständigten.

Am deutschen Aktienmarkt gab es fast nur Verlierer. Vor allem die Autobranche geriet erneut unter Druck. BMW, VW und Daimler zählten mit Verlusten von bis zu 5,3 Prozent zu den am meisten gemiedenen Dax-Aktien. Corona-Krisengewinner hielten sich vergleichsweise gut: Die Anteilsscheine des Essenslieferanten Delivery Hero gaben im Leitindex um nur 0,6 Prozent nach. Unter den 60 MDax-Werten legten die Papiere des Laborzulieferers Sartorius um 0,6 Prozent zu, und im SDax waren die Aktien des Medizintechnik-Unternehmens Drägerwerk gefragt. Sie stiegen um 0,8 Prozent. Corona-Krisenverlierer wie Lufthansa, Airbus oder Fraport sackten zwischen 5 bis 6 Prozent ab.

Die Index-Veränderungen, die am Montag in Kraft traten, rückten in den Hintergrund. Die wichtigste Neuerung ist wohl die Aufnahme der im September an die Börse gebrachten Siemens Energy in den MDax. An ihrem ersten Tag dort büßte das Papier nun 2,4 Prozent ein.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,56 am Freitag auf minus 0,61 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,26 Prozent auf 146,45 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,26 Prozent auf 178,20 Punkte. Der Euro wurde am frühen Nachmittag mit 1,2190 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,2259 Dollar festgesetzt.

(dpa)

Corona-Verstöße: Polizei-Hundertschaft löst Gottesdienst auf

14:11
21.12.2020
Lautstarker Gesang einer christlichen Kirchengemeinde hat in Essen die Polizei mit einer Hundertschaft auf den Plan gerufen und zu knapp 60 Anzeigen vor allem wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung geführt. Zwei Männer wurden festgenommen.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten sich am Vormittag Anwohner über den - wegen Corona verbotenen - Gesang der Pfingstgemeinde beschwert. «Im Gebäude trafen die Beamten auf 57 Erwachsene sowie 25 Kinder», so die Polizei. Es sei kein Mindestabstand eingehalten und nur wenige Schutzmasken seien getragen worden. Eine Anwesenheitsliste habe es auch nicht gegeben.

Da bei zwei Männern der Verdacht der illegalen Einreise besteht, wurden diese festgenommen. «Insgesamt fertigten die Beamten 57 Ordnungswidrigkeitsanzeigen sowie zwei Strafanzeigen», teilten die Behörden mit.

(dpa)

Italiens Modeverband sieht Tausende Geschäfte wegen Corona in Gefahr

14:11
21.12.2020
Im Modeland Italien sind nach Einschätzungen des Branchenverbands Federazione Moda Italia etwa 20 000 Geschäfte wegen der Corona-Krise von Schließungen bedroht. «Die Beschäftigung würde das mit einem geschätzten Verlust von ungefähr 50 000 Stellen stark zu spüren bekommen», schrieb der Verband am Montag in einer Mitteilung. Die Branchenvertreter rechnen außerdem mit einem Umsatzrückgang von ungefähr 20 Milliarden Euro. Die weiteren Corona-Beschränkungen in dem Mittelmeerland zu Weihnachten beeinträchtigten das Geschäft der Modehändler zusätzlich.

Laut Verbandsangaben gibt es in Italien rund 115 000 Modegeschäfte und insgesamt rund 310 000 Beschäftigte in dem Bereich. Federazione Moda Italia repräsentiert nach eigenen Angaben kleine und mittlere Unternehmen aus der Modebranche. Dazu zählen demnach zum Beispiel Mode- und Bekleidungsläden aber auch Accessoire-Geschäfte.

Italien wurde hart von der Pandemie getroffen. Bislang registrierten die Gesundheitsbehörden mehr als 68 500 Tote mit Sars-CoV-2 und insgesamt mehr als 1,953 Millionen Corona-Infektionen. Von Weihnachten bis Anfang Januar beschloss die Mitte-Links-Regierung strengere Corona-Regeln, darunter auch geschlossene Geschäfte im Einzelhandel.

(dpa)

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