Letztes Update:
20210114141459

Reinhart zur Schulentscheidung: «Wir tragen das mit»

14:14
14.01.2021
Die CDU-Landtagsfraktion steht nach eigenen Angaben hinter der Entscheidung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zum Umgang mit Schulen in der Corona-Pandemie. «Wenn das so entschieden wurde, tragen wir das mit», sagte Fraktionschef Wolfgang Reinhart (CDU) am Donnerstag in Stuttgart. Er betonte aber, dass die Kleinsten eine Perspektive bräuchten und auch das beste Homeschooling nicht das gemeinsame Lernen im Klassenzimmer ersetzen könne. Gerade für Grundschüler könne Distanzunterricht keine Dauerlösung sein. Aber wenn die Entscheidung so im Raum stehe, gelte es für alle, das nun umsetzen und «das Beste daraus zu machen».

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte in den vergangenen Tagen immer wieder auf eine Öffnung von Grundschulen und Kitas gepocht. Damit konnte sie sich aber nicht gegen Ministerpräsident Kretschmann durchsetzen. Baden-Württemberg will Grundschulen und Kitas nun doch zumindest bis Ende Januar geschlossen halten und verzichtet angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen auf einen angedachten Sonderweg.

Reinhart sieht Eisenmann nicht als beschädigt an. Es gehe lediglich um zwölf Tage. «Das ist jetzt kein Thema, wo jetzt eine Beschädigung im Raum steht.» Grundsätzlich lobte er die Arbeit der grün-schwarzen Koalition. Gerade in der Corona-Pandemie hätten Grüne und CDU gemeinsam viel beschlossen, etwa Überbrückungshilfen. «Wir haben in häufiger rascher Abfolge ein exzellentes Krisenmanagement vorgelegt.»

(dpa/lsw)

Schweden passiert Marke von 10 000 Toten mit Corona-Infektion

13:32
14.01.2021
In Schweden sind mittlerweile mehr als 10 000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Bei der täglichen Aktualisierung der schwedischen Corona-Zahlen kamen am Donnerstag 351 gemeldete Todesfälle in Verbindung mit einer Infektion hinzu, womit es seit Beginn der Pandemie bislang 10 185 solcher Sterbefälle in dem skandinavischen EU-Land gegeben hat. Bis Donnerstag wurden insgesamt mehr als 518 000 Infektionsfälle nachgewiesen.

Schweden ist in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg mit vergleichsweise gemäßigten Einschränkungen des öffentlichen Lebens sowie Appellen an die Vernunft der Bürger gegangen. Im Frühjahr 2020 war das mit vergleichsweise hohen Infektions- und Todeszahlen einhergegangen, im Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen dann deutlich beruhigt. Seit Ende Oktober stiegen die Zahlen bei den Schweden aber wieder stark. Kurz vor Weihnachten erreichten sie vorerst ihren Höhepunkt.

(dpa)

Großbritannien beginnt mit Corona-Impfungen in Apotheken

13:31
14.01.2021
In Großbritannien bieten nun auch Apotheken Impfungen gegen das Coronavirus an. Der Schritt soll helfen, das Impftempo zu erhöhen. Die Regierung will bis Mitte Februar bis zu 15 Millionen Menschen aus den größten Risikogruppen impfen.

«Apotheken spielen eine zentrale Rolle im Kampf gegen Covid-19», sagte Claire Anderson von der Apothekervereinigung Royal Pharmaceutical Society am Donnerstag. Mehrere Ketten wie Boots und Superdrug, aber auch unabhängige Apotheken erhielten die ersten Lieferungen. Ende Februar sollen «Hunderte» Geschäfte in der Lage sein, Menschen zu impfen.

Bisher haben nach Regierungsangaben landesweit mehr als 3,2 Millionen Menschen eine Dosis gegen das Virus erhalten. Angesichts der raschen Ausbreitung einer mutmaßlich deutlich ansteckenderen Virus-Variante setzt die Regierung auf einen baldigen Effekt der Massenimpfung. Das Gesundheitssystem steht erheblich unter Druck, in den Kliniken werden nach Angaben von Premierminister Boris Johnson etwa 70 Prozent mehr Corona-Patienten behandelt als zum Höhepunkt der ersten Welle im April.

Wegen der Überlastung gibt es lange Wartezeiten in den Notaufnahmen. In der Woche bis zum 10. Januar mussten in England mehr als 5500 Patienten länger als eine Stunde auf die Aufnahme warten, wie aus Daten des Gesundheitsdiensts NHS hervorgeht. Das ist der höchste Stand in diesem Winter. Mehr als 9200 weitere Patienten mussten sich 30 bis 60 Minuten gedulden. Erfasst wird die Wartezeit bis zur vollendeten Erfassung in der Notaufnahme.

Viele Krankenhäuser haben kaum Platz für andere Operationen und Maßnahmen. Die Zahl der Patienten, die generell auf eine Aufnahme in die Kliniken warteten, stieg Ende November auf 4,46 Millionen und damit auf den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Dies zeige die «katastrophalen Auswirkungen» des Coronavirus, sagte der Chef der Chirurgenvereinigung Royal College of Surgeons of England, Neil Mortensen. «Wenn diese Krise irgendwann beendet ist, benötigen wir nachhaltige Investitionen, um alle zu behandeln, die geduldig gewartet haben», mahnte er.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen