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20201221105009

Deutsche Post nimmt keine Paketsendungen nach Großbritannien mehr an

10:25
21.12.2020
Die Deutsche Post DHL nimmt wegen der unterbrochenen Verkehrswege keine Paketsendungen nach Großbritannien und Irland mehr an. Das teilte ein Unternehmenssprecher am Montag mit. Der Eurotunnel für den Reise- und Güterverkehr sei derzeit geschlossen und werde das für voraussichtlich mindestens 48 Stunden bleiben. Gleiches gelte für die Fährhäfen.

Von der Unterbrechung der Verkehrsverbindungen seien auch die Transportwege nach Irland, auf die Kanalinseln und auf die Isle of Man betroffen, sagte der Sprecher. Frankreich und andere EU-Staaten haben wegen der raschen Ausbreitung der neuen Corona-Variante die Grenzen zum Vereinigten Königreich geschlossen. Damit können Lastwagen nicht mehr über den Ärmelkanal setzen.

«Aus diesem Grund sind wir leider gezwungen, ab sofort bis auf Weiteres einen vollständigen Einlieferstopp für den Versand von Geschäfts- und Privatkundenpaketen sowie von warentragenden Briefsendungen nach Großbritannien und Irland zu verhängen», sagte der Sprecher. Briefe und Postkarten nach Großbritannien und Irland seien von dieser Maßnahme bis auf weiteres nicht betroffen.

Sendungen mit Wareninhalt und Sperrgüter müssten mangels Lagerkapazitäten wieder an die Absender zurückgebracht werden. Das betreffe unter Umständen Sendungen, die über das Wochenende eingeliefert worden seien, teilte der Post-Sprecher weiter mit.

(dpa)

Interpol sieht wegen Corona "Verbrechens-Pandemie"

10:24
21.12.2020
Im Schlepptau der Corona-Seuche beobachtet die Internationale Polizei-Organisation Interpol eine «Parallel-Pandemie des Verbrechens». «Mit dem Ausrollen der Impfstoffe wird die Kriminalität dramatisch steigen», sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock der «Wirtschaftswoche» (Montag). Kriminelle Hacker hätten mit der Coronakrise beschäftigte Ämter, Labore, Forschungseinrichtungen und Krankenhäuser in den Fokus genommen.

«Der Impfstoff ist das flüssige Gold 2021», sagte der frühere Vizepräsident des Bundeskriminalamts. Die organisierte Kriminalität sei darauf vorbereitet. «Wir werden Diebstähle und Lagereinbrüche sehen und Überfälle auf Impfstoff-Transporte; Korruption wird vielerorts grassieren, um schneller an den wertvollen Stoff zu kommen.»

«Tätergruppen haben ab der ersten Minute überlegt, wie sie mit Covid-19 Kasse machen können», sagte Stock. Schon im März sei gefälschtes Covid-Schutzmaterial sichergestellt, schon vor der Erstzulassung gefälschter Impfstoff vertrieben worden. Trickbetrüger würden ältere Menschen angerufen und Geld für Medikamente für angeblich an Covid-19 erkrankte Verwandte erbitten.

Viele kriminelle Angriffe laufen Stock zufolge über das Internet. So würden Cyberkriminelle über schlecht abgesicherte private Computer der im Homeoffice Arbeitenden in Firmennetze eindringen. Es würden Computernetze von Institutionen lahmgelegt und nur gegen Lösegeld wieder freigeschaltet. Um dagegenzuhalten, sei der Qualifizierungs- und IT-Bedarf der Polizei überall auf der Welt hoch. Wichtig sei für Interpol die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor.

(dpa)

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