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Kretschmann hält Verschärfung des Corona-Lockdowns für möglich

12:49
12.01.2021
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Februar für möglich. Die Zahlen seien nicht so, dass man «ein großes Öffnungskonzert» veranstalten könne, sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. «Wenn es nicht gut kommt, müssen wir eventuell sogar noch mal verschärfen.» Baden-Württemberg sei mit dem bisherigen strengen Kurs gut gefahren.

Kretschmann erklärte, die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen seien sehr wirksam. «Die nächtlichen Ausgangssperren werden mal sicher nicht gelockert, vorher lockern wir was anderes.» Seit Wochen gelten im Südwesten Ausgangsbeschränkungen zwischen 20.00 Uhr und 05.00 Uhr.

Kretschmann wandte sich damit auch gegen die Forderung des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer (ebenfalls Grüne), von Februar an die Corona-Maßnahmen auf breiter Front zu lockern. Er sei ein «strikter Gegner» davon, unabhängig von den Infektionszahlen zu handeln. «Sowas wird ja kein verantwortlicher Politiker machen», sagte der Regierungschef. «Die rote Linie ist immer die Belastbarkeit des Gesundheitswesens.»

Ob man Grundschulen und Kitas wie angedacht am kommenden Montag öffnen könne, sei noch nicht klar. Die Zahlen gingen nicht herunter - «jedenfalls nicht belastbar», meinte Kretschmann. Es gebe jedoch noch keine Vorentscheidung. Der Ministerpräsident und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollen sich am Donnerstag verständigen, wie man mit Grundschulen und Kitas weiter verfährt. Eisenmann dringt vehement auf eine Öffnung im Sinne der jüngeren Kinder. In den weiterführenden Schulen soll es bis Ende Januar Fernunterricht geben, allerdings sind für Abschlussklassen Ausnahmen vorgesehen.

(dpa/lsw)

Weitere Lieferungen des Moderna-Impfstoffs geplant

12:07
12.01.2021
Für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sind baldige weitere Lieferungen an die Bundesländer geplant. Nach den ersten 63 600 Dosen zum Auftakt am Dienstag sollen in der letzten Januarwoche weitere 91 200 Dosen kommen. Das geht aus einer Aufstellung des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Folgen sollen dann in der Woche vom 8. Februar 226 800 Dosen und in der Woche vom 22. Februar weitere 674 400 Dosen. Das Präparat von Moderna ist der zweite zugelassene Impfstoff neben dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet bis Ende des ersten Quartals mit zwei Millionen Dosen von Moderna für Deutschland, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen Dosen. Eine Wahlmöglichkeit, wer welchen Impfstoff bekommt, soll es vorerst nicht geben.

(dpa)

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