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20210112045039

Gewerkschaft warnt vor Corona-Fallen am Bau

04:50
12.01.2021
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat vor zunehmender Corona-Infektionsgefahr am Bau gewarnt. Der Infektionsschutz müsse in den kommenden Wochen noch einmal verbessert werden, wenn immer mehr Arbeiten in den Innenausbau verlegt würden, erklärte Gewerkschaftschef Robert Feiger am Dienstag in Frankfurt. Er forderte mehr FFP2-Masken und Testmöglichkeiten für die Arbeiter. Angesichts steigender Fallzahlen und einer drohenden Ausbreitung neuer Virus-Mutationen gebe es eine «neue Dimension bei
der Infektionsgefahr im Job».

Der Bau laufe trotz der Krise weiter auf Hochtouren, stellte Feiger fest. Damit gehe die Gefahr einher, dass auch viele eingeschliffene Gewohnheiten so weiterliefen. Es sei «unverantwortlich, dass es auf vielen Baustellen nach wie vor kein fließendes Wasser gibt, um sich die Hände ordentlich zu waschen». Auch Desinfektionsspender fehlten häufig. «Völlig verantwortungslos» seien enge Sammeltransporte zur Baustelle und gemeinsame Pausen im engen Baucontainer.

In kleinen Teams fehle häufig das kritische Problembewusstsein, meinte der Gewerkschafter. Deshalb komme Betriebsräten sowie staatlichen Arbeitsschutz- und Gesundheitskontrolleuren erhöhte Bedeutung zu. Hier seien vor allem die Länder in der Pflicht. «Der Staat darf gerade jetzt in der kritischen Pandemiephase seine Kontrollen nicht zurückfahren», sagte Feiger.

(dpa)

12.802 Corona-Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle in Deutschland gemeldet

04:49
12.01.2021
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12 802 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 891 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Der Höchststand von 1188 neuen Todesfällen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Grundsätzlich ist die Interpretation der Daten momentan schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden. «In den letzten Tagen sind die Fallzahlen wieder angestiegen. Ob sich dieser Trend, über die erwarteten Nachtestungen und Nachmeldungen hinaus, weiter fortsetzt, wird sich erst im Laufe der nächsten Tage zeigen», hatte das RKI am Wochenende mitgeteilt.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Dienstagmorgen bei 164,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 341,9 und Thüringen mit 325,7. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 86,3. Wegen der Feiertage um den Jahreswechsel sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1 933 826 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 41 577. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 570 000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Montag bei 1,14 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 114 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

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