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Schüler in Italien gegen Distanzunterricht - Schulministerin besorgt

10:20
11.01.2021
Nach der Verlängerung des Distanzunterrichts wegen der Corona-Pandemie in den meisten Regionen Italiens hat sich die Schulministerin besorgt über die Lage für die Schüler gezeigt. Der Fernunterricht funktioniere vielleicht für einige Wochen oder Monate, aber heute sei klar, dass es ein «Black Out» für die Gemeinschaft der Schüler bedeute, sagte Lucia Azzolina am Montag im Radiosender Rai Radio 1. «Ich bin sehr besorgt.»

Der Distanzunterricht betrifft die Jugendlichen der Scuola Superiore, in die man im Alter von etwa 14 Jahren kommt. Die Verlängerung löste landesweit Proteste aus. In Rom demonstrierten viele vor ihrem Gymnasium. «Wir wollen wieder in unsere Klassenräume, weil wir schon lange zu Hause vor unseren Computern waren», sagte eine Schülerin im Fernsehsender Rai News 24. Am 18. Januar wollten sie wieder in die Schule, aber das müsse sicher geschehen, forderte sie.

Vor dem Ministerium für Bildung in Rom fuhren am Montagvormittag Einsatzfahrzeuge der Carabinieri auf. Dort war es in der Vergangenheit zu Protesten gegen die Schulpolitik während der Corona-Krise gekommen. Azzolina äußerte Verständnis für die Frustration. Es seien aber die Regionen, die über die Öffnung entschieden.

Beinahe alle Regionen in Italien verschoben die Wiederöffnung der Schulen wegen der verschärften Pandemie-Lage. Eine Ausnahme ist die Toskana. Dort will die Regierung mit mehr Ordnungskräften die Einhaltung der Abstände im Öffentlichen Nahverkehr garantieren. Ursprünglich war der Plan, ab dem 11. Januar die Hälfte der Schüler der Scuola Superiore wieder in die Klassenzimmer zu lassen.

(dpa)

Holpriger Schulstart - digitale Lernplattform setzt aus

08:55
11.01.2021
Der Schulstart nach den Weihnachtsferien hat in Baden-Württemberg zumindest am Computer ziemlich holprig begonnen. In der ersten Stunde nach dem Unterrichtsbeginn setzte die digitale Lernplattform Moodle am Montag in Ton und Bild immer wieder aus. Über Twitter beschwerten sich zahlreiche genervte Lehrer und Eltern. «Kann es denn wirklich sein, dass es seit März keiner hinbekommen hat im @KM_BW eine funktionierende digitale Infrastruktur aufzubauen?» kritisierte eine Nutzerin das Kultusministerium, das sich später äußern will. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg frühestens am kommenden Montag öffnen, alle anderen Schulen nicht vor Ende Januar.

Moodle ist ein Lernmanagementsystem, über das Schüler und Lehrer online miteinander in Kontakt treten. Darin können Lerngruppen eingerichtet und Aufgaben verteilt und dann bearbeitet zurückgegeben werden. Schüler und Lehrer können in Foren miteinander diskutieren und Informationen austauschen. Zudem gibt es eine Art Chatfunktion. Anwender berichten allerdings, dass Moodle in Baden-Württemberg kein einfach handhabbares System zum Management von Dokumenten hat.

(dpa)

«Tatort»-Schauspieler Riebeling über Covid-19: «Das war wie Demenz»

08:34
11.01.2021
«Tatort»-Schauspieler Roland Riebeling hat nach eigenen Worten eine Covid-Erkrankung mit schweren Symptomen überstanden. «Ich hatte die normale Atemnot und ein Stechen in der Brust. Aber dazu kamen extreme Konzentrationsschwächen und Wissenslücken. Das war wie Demenz», sagte Riebeling der «Bild»-Zeitung. Ihm seien manchmal bestimmte Worte oder Adressen nicht mehr eingefallen. «Ich wusste nicht mal mehr, wo ich wohne. Dazu kam so eine wahnsinnige Abgeschlagenheit. So krank war ich wirklich noch nie.» Dem Bericht zufolge erkrankte der Schauspieler Anfang Dezember an Covid-19. Im Kölner «Tatort» war Riebeling am Sonntag wieder als Assistent Norbert Jütte zu sehen, der von einer Verdächtigen entführt und eingesperrt wurde.

(dpa)

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