Letztes Update:
20210109172901

Gesundheitsminister bittet um Geduld beim Impfen

17:28
09.01.2021
Angesichts wachsender Kritik über die schleppende Impfkampagne gegen das Coronavirus hat Baden-Württembergs Gesundheitsminister um Geduld gebeten. «Die Lage wird sich entspannen», versicherte Manne Lucha (Grüne) am Samstag in Stuttgart mit Verweis auf die Zulassung weiterer Impfstoffe.

«Mit der derzeit vom Bund zur Verfügung gestellten Menge an Impfstoff können wir täglich in Baden-Württemberg 6500 Menschen impfen», machte Lucha klar. Allerdings gebe es rund eine Million Menschen im Südwesten, die im ersten Schritt geimpft werden dürfen - das sind Über-80-Jährige, ärztliches und pflegerisches Personal. «Diese große Diskrepanz kriegen wir leider nicht so schnell aus der Welt.»

Die Infrastruktur sei da, sagte der Minister. Tausende Ärzte, medizinische Fachangestellte und Freiwillige stünden bereit, um eine ganze Bevölkerung zu impfen. «Jeder Impfstoff, der hier in Baden-Württemberg ankommt, wird sofort verimpft», so Lucha. Momentan sei die Nachfrage aber viel größer als das Angebot. Er verstehe die Enttäuschung all jener, die jetzt noch nicht zum Zug kämen.

(dpa)

Fast 2600 neue Corona-Fälle und 66 weitere Tote

17:19
09.01.2021
Die Zahl der Menschen, die in Baden-Württemberg mit oder an dem Coronavirus gestorben sind, ist am Samstag um 66 gestiegen (Stand 16.00 Uhr). Das waren deutlich weniger als am Vortag (127). Insgesamt zählte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart bislang 5529 Gestorbene im Zusammenhang mit der Pandemie.

Bestätigte Corona-Infektionsfälle gibt es inzwischen 259 986. Das waren 2597 mehr als am Freitag, wie die Behörde berichtete. Als genesen gelten Schätzungen zufolge 208 994 ehemals Infizierte.

Innerhalb einer Woche wurde das Virus landesweit bei 138,8 Menschen je 100 000 Einwohner nachgewiesen. Diese Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit Tagen wieder; am Freitag hatte der Wert 124,6 betragen, am Donnerstag 111,7. Allerdings waren um die Feiertage an Weihnachten und den Jahreswechsel weniger Tests durchgeführt und Daten übermittelt worden. Alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Mit dem Enzkreis (201,9), der Stadt Pforzheim (202,5) und dem Landkreis Calw (261,3) haben wieder drei Regionen die Marke von 200 gerissen.

597 Patienten sind im Südwesten nach Daten des Divi-Intensivregisters in intensivmedizinischer Behandlung, wie das Amt weiter mitteilte. 357 von ihnen würden invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2100 der betreibbaren 2435 Intensivbetten (86 Prozent) belegt. Die Abkürzung Divi steht für die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Etwa ein Viertel der Infizierten ist den Angaben nach älter als 60 Jahre, 13 Prozent sind jünger als 20.

Die Zahl der Corona-Impfungen im Südwesten stieg mit den 6213 vom Freitag auf 55 329. Der Großteil gehört zur Gruppe der Menschen über 80 Jahre, die als erstes geimpft werden dürfen.

(dpa)

Indien: Impfkampagne gegen Corona soll am 16. Januar beginnen

14:36
09.01.2021
In Indien soll am 16. Januar eine der weltweit größten Corona-Impfkampagnen beginnen. Zuerst sollen etwa 30 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen geimpft werden, wie das Gesundheitsministerium in Delhi am Samstag bekanntgab. Danach plant die Regierung rund 270 Millionen Menschen, die älter als 50 Jahre alt sind, und Bürger unter 50 mit Begleiterkrankungen zu impfen.

Indien hatte am Sonntag erstmals zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt: dem in Indien entwickelten Impfstoff Covaxin der Firma Bharat Biotech und dem des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca. Der AstraZeneca-Impfstoff soll für Indien und andere Märkte unter dem Namen Covishield von dem indischen Hersteller Serum Institute of India produziert werden.

Indien ist mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt nach China. Mehr als 10,4 Millionen Menschen haben sich dort, nach Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore, seit Beginn der Pandemie mit dem Corona-Virus infiziert. Mehr als 150 000 Menschen starben in dem südasiatischen Land mit dem Virus.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen