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20210108191416

Impfungen: WHO sieht Gefahr einer Benachteiligung armer Länder

19:13
08.01.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet eine Benachteiligung ärmerer Länder bei den nun startenden Impfungen gegen das Coronavirus. Unter den 42 Staaten, die sichere und wirksame Impfstoffe spritzten, sei kein einziges armes Land, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Er appellierte an die reichen Länder, die sich viele Impfdosen gesichert hätten, sie auch über die internationale Corona-Impfinitiative Covax an die 92 angeschlossenen Länder zu verteilen. Die Nachbestellungen drohten, die Preise für die Impfstoffe hochzutreiben, kritisierte Tedros. «Ich bitte die Staaten und Hersteller dringend darum, diese bilateralen Deals auf Kosten von Covax zu stoppen.»

Die WHO-Experten machten darauf aufmerksam, dass die aktuelle Zahl der ausgelieferten Impfdosen noch keinen Effekt auf den Verlauf der Pandemie habe. Es gelte, weiterhin die üblichen Hygieneregeln einzuhalten.

(dpa)

Arbeitsagentur befürchtet schwieriges Ausbildungjahr 2021

18:59
08.01.2021
Der Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Baden-Württemberg, Christian Rauch, blickt mit Sorge auf den Ausbildungsmarkt 2021. Die Lehrstellensuche werde sich für Jugendliche «um ein Vielfaches schwieriger» gestalten als noch im vorigen Jahr. «Das treibt mich massiv um», sagte Rauch der «Südwest Presse» (Samstag). «Denn das ist die Zukunft der Gesellschaft, das sind die zukünftigen Fachkräfte, die die Wirtschaft brauchen wird.» Aufgrund der andauernden Krise stellten sich immer mehr Betriebe die Frage, ob sie sich Ausbildung noch leisten könnten.

Seit Beginn der Corona-Krise habe der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg insgesamt von den staatlichen Hilfen wie Kurzarbeit profitiert. «Ohne dieses Instrument hätten wir bei vorsichtigen Berechnungen bis zu 300 000 Kündigungen erlebt», sagte Rauch.

(dpa)

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