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Von der Leyen verteidigt EU-Impfstrategie

10:10
08.01.2021
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die europäische Corona-Impfstrategie verteidigt. Kritik am schleppenden Impfstart in vielen EU-Staaten vermied die deutsche Politikerin am Freitag in Brüssel jedoch. «Ich bin der tiefen Überzeugung, dass dieser europäische Weg richtig ist und ich glaube, in der Rückschau wird sich das auch beweisen.»

Sie sei sehr beruhigt zu sehen, dass jedes EU-Land sein Bestes gebe, um die Impfungen so schnell wie möglich umzusetzen. Es sei beeindruckend, wie schnell sich die Länder den Gegebenheiten angepasst hätten. Die Organisation der Massenimpfungen sei eine «logistische Herausforderung». Es sei von vorneherein klar gewesen, dass man nicht «auf einen Schlag» alle impfen könne.

Wenn man eines Tages zurückschaue, werde man sehen, dass es zu Beginn etwas holprig war. «Das ist immer so bei solchen großen Veränderungen, die man angeht. Aber in der Rückschau bin ich der festen Überzeugung, dass man sehen wird, dass hier viel geleistet worden ist in den Mitgliedstaaten, die Impfungen tatsächlich auch auf den Weg zu bringen.» Die Anzahl der Impfungen müsse jedoch «zügig» angehoben werden.

Von der Leyen betonte zudem, dass alle Entscheidungen über Impfstoff-Einkäufe gemeinsam mit den EU-Staaten getroffen würden. Zuletzt hatten auch deutsche Politiker kritisiert, dass in Europa nicht genug Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung stehe.

Am Freitag hatte von der Leyen bekanntgegeben, dass die EU sich bis zu 300 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer gesichert habe. 75 Millionen Dosen davon sollten bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen.

(dpa)

Ministerium: Täglich zwei FFP2-Masken für Lehrer

10:09
08.01.2021
Das Land NRW will jeden Lehrer im Präsenzunterricht mit zwei FFP2-Masken pro Tag ausstatten. Es würden entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt, um das bis zu den Osterferien zu gewährleisten, so das Bildungsministerium in einer Email an alle Schulen. In dem Schreiben wurde am Donnerstag auch klargestellt, dass die angekündigten Gratis-Corona-Tests für Lehrer bis Ende Januar nur in Anspruch genommen werden können, wenn die Personen «in dieser Zeit tatsächlich einen Präsenzdienst in den Schulen leisten.»

Grundsätzlich gibt es bis zum Ende des Monats Distanzunterricht. Es gibt aber Notbetreuungsangebote für Schüler der Klassen 1 bis 6, die nicht zu Hause betreut werden können oder bei denen nach Ansicht des Jugendamts eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte. Lehrer, die in dieser Zeit in den Schulen sind, können sich bereits kostenfrei auf Corona testen lassen. Für alle anderen Beschäftigten soll es von Februar bis zu Beginn der Osterferien die Möglichkeit zu sechs anlasslosen Tests geben.

Die FFP2-Masken, die einen besseren Schutz bewirken als «normale» Masken, sollen laut Ministerium über die Schulträger und Bezirksregierungen verteilt werden. Die Lehrergewerkschaft GEW begrüßte die Maßnahme. «Bei Millionen Schutzmasken, die pro Woche dann gebraucht werden, muss aber die Logistik stimmen, um die Schulen und Kitas nicht zusätzlich zu belasten», sagte die Vorsitzende der GEW in NRW, Maike Finnern am Freitag.

(dpa)

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