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Landtag debattiert neuen Corona-Lockdown - Kinder im Fokus

04:48
08.01.2021
Nach den Beschlüssen für einen härteren Lockdown bis Ende Januar will der Landtag in Stuttgart die neuen Corona-Maßnahmen am Freitag (10.00 Uhr) in einer Sondersitzung diskutieren. Dabei wird es vor allem darum gehen, wie es an den Schulen weitergehen und ob es bei den Kontaktbeschränkungen großzügige Ausnahmen für Familien mit kleineren Kindern geben soll.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag wegen der Corona-Pandemie auf weitere erhebliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens verständigt. Ziel der Maßnahmen ist es, Kontakte zwischen Menschen und damit Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden.

In mehreren wichtigen Punkten will das Land aber möglichst zugunsten von kleinen Kindern und Schülern von den strengen Vorgaben abweichen. Zwar bedeutet der verlängerte Lockdown für die meisten Schüler, dass es im Januar statt Präsenz- nur Fernunterricht geben wird. Jedoch sollen Kitas und Grundschulen am 18. Januar wieder geöffnet werden, wenn die Infektionszahlen weiter deutlich gesunken sind.

Zudem soll es bei den eigentlich verschärften Kontaktbeschränkungen Ausnahmen für Kinder geben. Bund und Länder hatten beschlossen, dass private Treffen nur noch mit einer Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich sein sollen. Das Land will nun möglich machen, dass sich zwei Familien zur Kinderbetreuung zusammentun können. Zudem sollen Mütter oder Väter ihre Kinder zu Treffen mit einem anderen Kind begleiten dürfen.

(dpa)

Kapitel

Donnerstag, 7. Januar

Mehr Corona-Tests für Personal in Alten- und Pflegeheimen

18:53
07.01.2021
Die verzögerte Impfkampagne von Bund und Ländern wirkt sich auch auf die Teststrategie des Landes in den Alten-und Pflegeheimen aus. «Ab sofort wird das Personal täglich getestet», sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) dem «Badischen Tagblatt» (Freitag). «Oberstes Ziel muss es sein, die vulnerablen Gruppen bestmöglich zu schützen.» Bislang werden die Beschäftigten in den Heimen zwei Mal in der Woche getestet.

Im November hatte das Kabinett beschlossen, fünf Millionen Corona-Schnelltests als Notreserve zu bestellen. Schon damals war ausdrücklich darauf verwiesen worden, dass vorrangig Personal und Bewohner sowie Patienten in pflegerischen und medizinischen Einrichtungen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe getestet werden.

Grund für die Entscheidung Luchas ist auch die Zahl der für Baden-Württemberg zur Verfügung stehenden Impfdosen. So lange es davon nicht genügend gebe, «müssen wir umso mehr darauf achten, weitere Einträge des Virus in die Heime zu verhindern», sagte der Minister. Am Donnerstag war wegen der nicht ausreichenden Zahl an Impfdosen bereits der Start der Kreisimpfzentren um eine Woche auf den 22. Januar verschoben worden.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) ist jeder vierte Mensch (24 Prozent) mit einer registrierten Infektion in Baden-Württemberg älter als 60 Jahre. Seit der zweiten Dezemberwoche wurden insgesamt 126 Ausbrüche in Pflegeheimen mit 2130 Covid-19-Infektionen an das LGA übermittelt. Davon starben 169 Männer und Frauen mit oder an dem Virus.

(dpa)

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