Letztes Update:
20210106154917

Auch Moderna-Impfstoff in der EU zugelassen

15:48
06.01.2021
Als zweiter Corona-Impfstoff ist ab sofort auch das Mittel des US-Herstellers Moderna in der Europäischen Union zugelassen. Dies entschied die EU-Kommission am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte.

(dpa)

Maskenverweigerer attackiert Frauen und Polizisten

15:47
06.01.2021
Während einer Zugfahrt von Frankfurt nach Gießen hat ein Mann zwei Frauen wüst attackiert. Nach Angaben der Bundespolizei vom Mittwoch hatten die 24 und 28 Jahre alten Frauen den Fahrgast kritisiert, weil er nicht wie vorgeschrieben eine Mund-Nase-Bedeckung im Zug getragen habe. Daraufhin soll er der älteren Reisenden ins Gesicht gespuckt und die jüngere Frau körperlich angegriffen haben.

Als Bundespolizisten den 30 Jahre alten Mann nach seiner Ankunft in Gießen mit in das Revier der Bundespolizei genommen hatten, sei er auf zwei Beamte losgegangen. Ein Polizist habe dabei leichte Verletzungen erlitten. Schließlich sei der Mann am Dienstagabend überwältigt und gefesselt worden. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung in die Wege geleitet. Der Mann, der bei der Behörde bekannt ist, kam später wieder auf freien Fuß.

(dpa)

Ungenutzter Impfstoff - Jüngere Israelis spüren Corona-Spritzen nach

14:13
06.01.2021
Wie in Deutschland sollen auch in Israel spezielle Gruppen zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden: Ältere Menschen, medizinisches Personal und Risikopatienten zum Beispiel. Doch in den vergangenen Tagen haben es in dem Mittelmeerstaat auch jüngere Menschen geschafft, sich eine erste schützende Spritze geben zu lassen - teils stolz dokumentiert in sozialen Netzwerken.

Ausgangspunkt sind oft Plattformen wie Facebook oder Whatsapp. Dort gibt es spezielle Gruppen, in denen Informationen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Manche fuhren auch zu Impfzentren in Orten mit vorrangig arabischer Bevölkerung, weil dort Berichten zufolge die Impfsorge größer und die Impfbereitschaft geringer sein soll.

Das Internetportal «N12» berichtete in dieser Woche, zwischen 30 und 40 Prozent der Geimpften seien jünger als 60 Jahre. Unklar aber blieb, wie viele davon Gruppen wie Risikopatienten oder medizinischem Personal angehörten. Die Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine entsprechende Anfrage dazu stand noch aus.

Es gelte zu unterscheiden zwischen grundlegenden Dingen und Randerscheinungen, sagte der Vize-Direktor des Scheba-Krankenhauses, Arnon Afek, der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn man so schnell arbeitet und berücksichtigt, dass der Pfizer-Impfstoff nach fünf Tagen nicht mehr benutzt werden kann, (...) dann wird es an einigen Orten überschüssigen Impfstoff geben, der an jüngere Menschen ausgegeben wird.» Das Präparat von Pfizer und Biontech kann in herkömmlichen Kühlgeräten fünf Tage lang bei einer Temperatur zwischen zwei und acht Grad Celsius aufbewahrt werden. Nach Öffnung muss ein Fläschchen mit Impfstoff in kurzer Zeit aufgebraucht werden.

Wenn Menschen einen Impftermin verstreichen ließen, «dann hat man die Wahl, entweder Jüngere zu impfen oder die Dosen wegzuschmeißen», sagte Afek. Falle ein Termin aus, dann seien die Menschen in Israel sehr innovativ und erzählten einander, wo sie geimpft werden könnten. Ein Sprecher des Krankenversicherers und Gesundheitsdienstleisters Maccabi sagte der dpa, etwa zwei Prozent der Termine fielen aus.

In Israel wurden bislang knapp 1,5 Millionen Menschen geimpft, die Impfkampagne gehört zu den erfolgreichsten weltweit. Geimpfte sollen in dem Land einen «grünen Pass» erhalten. Damit können sie etwa eine Quarantänepflicht umgehen sowie Restaurants besuchen.

(dpa)

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