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Städtetag hält verlängerten Lockdown für richtig

09:02
06.01.2021
Der Deutsche Städtetag begrüßt die Verlängerung des Corona-Lockdowns. «So hart die Maßnahmen auch sind: Die Städte halten es für richtig, den Lockdown fortzusetzen, damit die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig sinkt», sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) der «Rheinischen Post». «Bei den Kontaktbeschränkungen darf es keine Tabus geben.» Die Kontakte sollten so gering wie möglich gehalten werden - auch an Schulen und Kitas.

Sobald es das Infektionsgeschehen aber wieder zulasse, sollten diese wieder geöffnet werden, so Jung. «Denn Schule und Kita sind nicht nur Orte des Lernens und der Betreuung, sondern auch Orte des sozialen Miteinanders.» Für die Zwischenzeit forderte er die Länder auf, «verbindliche Regelungen für die Notbetreuung zu erlassen».

Auch für das nächste Treffen der Bund und Länder forderte er klare Signale. «Wenn die Menschen bei den Beschränkungen jetzt weiter mitmachen, setzen sie natürlich auch auf Lockerungen, sobald sich die Lage deutlich verbessert.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder hatten sich am Dienstag auf eine Verlängerung der ursprünglich bis zum 10. Januar vereinbarten Lockdown-Regeln bis zum Monatsende geeinigt. Zudem sollen künftig Treffen nur noch mit einer Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich sein. Die Länder sollen für Kreise, in denen sich binnen sieben Tagen mehr als 200 Menschen pro 100 000 Einwohner neu infiziert haben, den Bewegungsradius der Bürger auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzen. Ziel ist es, die Zahl der Infektionen mit dem Virus zu senken.

(dpa)

GEW begrüßt Coronapläne und fordert Wechselunterricht ab 18. Januar

09:01
06.01.2021
Nach der Verschärfung des bundesweiten Corona-Lockdowns begrüßt die Bildungsgewerkschaft GEW zwar das Aussetzen des Präsenzunterrichts und Schließen der Kitas für eine weitere Woche. Für die in Baden-Württemberg geplanten Öffnungen ab dem 18. Januar sei aber Wechselunterricht an allen Schularten notwendig, forderte die GEW. Außerdem müsse landesweit und einheitlich mehr getan werden, um Kitas und Schulen zu schützen. Lehrkräfte und Erzieher müssten mit zertifizierten FFP2-Schutzmasken ausgestattet, Luftreinigungssysteme beschafft und eine Maskenpflicht für Erwachsene in Teilen der Kitas und Grundschulen ausgesprochen werden.

«Zwischen Schulschließungen und Präsenzunterricht gibt es einen großen Graubereich, der eine ganze Bandbreite an sinnvollen Lösungen ermöglicht», sagte Monika Stein, die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Freiburg.

Am Dienstag hatte Baden-Württemberg beschlossen, von der bundesweiten Linie abzuweichen und Grundschulen und Kitas ab dem 18. Januar wieder zu öffnen, wenn die Infektionszahlen dies zuließen. Die meisten Länder wollen die Schulen bis Ende Januar schließen. Für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen gebe es entsprechend der Vereinbarung von Bund und Ländern bis Ende Januar keinen Präsenzunterricht, hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Abend angekündigt. Für die Abschlussklassen sind Sonderregelungen möglich.

Bei einem Wechselmodell kommt die eine Hälfte der Klasse in die Schule, während die andere Hälfte zuhause lernen soll. Das Modell kann im tageweisen Wechsel ebenso umgesetzt werden wie im Wochenrhythmus.

Im Südwesten enden am Sonntag die Weihnachtsferien für etwa 1,5 Millionen Schüler und rund 130 000 Lehrkräfte.

(dpa)

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