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20201220082401

Jeder zweite Deutsche für Verbot der Weihnachtsgottesdienste

08:13
20.12.2020
Jeder zweite Deutsche ist angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen für ein Verbot öffentlicher Weihnachtsgottesdienste. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 50 Prozent dafür aus, Präsenzgottesdienste zu untersagen, nur 35 Prozent sind für die Gottesdienste. 15 Prozent machten keine Angaben.

Anders als während der ersten Corona-Welle zu Ostern hatten sich Bund und Länder vergangene Woche trotz der jetzt noch deutlich höheren Infektions- und Todeszahlen gegen ein Verbot von öffentlichen Weihnachtsgottesdiensten während des harten Lockdowns entschieden. Allerdings gelten in den Kirchen strenge Regeln wie eine Maskenpflicht, ein Abstandsgebot und auch ein Gesangsverbot. Die großen christlichen Kirchen hatten mit großem Verständnis auf die Einschränkungen reagiert.

Nach den Ergebnissen der YouGov-Umfrage überwiegt unter den Gläubigen aber die Ablehnung öffentlicher Gottesdienste. Unter Katholiken und Protestanten sind jeweils 47 Prozent für ein Gottesdienstverbot und nur 38 beziehungsweise 39 Prozent dagegen. Von Angehörigen nicht-christlicher Glaubensrichtungen sprachen sich 42 Prozent für ein Verbot und 40 dagegen aus. Von den Befragten, die keiner Glaubensrichtung angehören, plädierten 58 Prozent für ein Verbot und 30 Prozent dagegen.

Die Bereitschaft, an Weihnachten Gottesdienste zu besuchen, ist nach den YouGov-Ergebnissen eher gering. Nur 6 Prozent der Befragten sagten, dass sie an den Feiertagen in die Kirche gehen wollen. 87 Prozent wollen dagegen auf die Teilnahme an einem Gottesdienst verzichten und 6 Prozent machten keine Angaben. Von den Katholiken wollen etwas mehr Gläubige in die Kirche (9 Prozent) als von den Protestanten (7 Prozent).

(dpa)

WHO mit britischen Behörden wegen Coronavirus-Variante in Austausch

08:12
20.12.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht mit Großbritannien wegen der Ausbreitung der neuen Variante des Coronavirus in engem Kontakt. Das twitterte die WHO in der Nacht zu Sonntag. Die britischen Behörden würden weiter Informationen und Ergebnisse ihrer Analysen und Studien teilen. «Wir werden die Mitgliedstaaten und die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten, sobald wir mehr über die Merkmale dieer Virusvariante und deren Auswirkungen erfahren.» Derweil werde geraten, weiter alle Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Wegen der raschen Ausbreitung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien hatte die britische Regierung einen neuen Shutdown für die Hauptstadt London verhängt. Die kürzlich entdeckte Variante sei um bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form, sagte Premierminister Boris Johnson am Samstag. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien.

(dpa)

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