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20210105164352

Begrenzung des Bewegungsradius in Corona-Hotspots auch im Südwesten

16:27
05.01.2021
Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen weitere Maßnahmen zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort ergriffen werden sollen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Teilnehmerkreisen von Seiten des Bundes sowie der Länder bei den Beratungen. Eine Einigung auf ein Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

Gelten soll dies für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern - sofern kein triftiger Grund vorliegt. Tagestouristische Ausflüge sollen demnach keinen triftigen Grund darstellen, wie es in den Teilnehmerkreisen hieß. Laut des Entwurfs für ein Beschlusspapier weisen über 70 Landkreise eine Inzidenz von über 200 auf.

In Baden-Württemberg wären das nach Zahlen vom Montag der Enzkreis, der Stadtkreis Pforzheim und der Landkreis Tuttlingen. Grünen-Landtagsfraktionschef Andreas Schwarz sagte der dpa, er halte diese Ausgangsbeschränkungen für «notwendig, um das diffuse Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen». Er fügte hinzu: «Das ist auch verhältnismäßig, da somit das Virus in den stark belasteten Gebieten deutlich eingedämmt werden kann und Sport, Wandern und Radfahren ja im Umkreis von 15 Kilometern möglich ist.»

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) setzt sich bei den laufenden Bund-Länder-Beratungen für weitere Kontaktbeschränkungen bis Ende Januar ein. Es geht darum, wie beim Lockdown im Frühjahr private Zusammenkünfte auf einen Haushalt plus eine nicht im Haushalt lebende Person zu beschränken. «Das würde von uns befürwortet», hieß es in Regierungskreisen in Stuttgart. Die Unions-geführten Länder sind dem Vernehmen nach bereits dafür, aber ob sich die gesamte Runde darauf einigt, war zunächst nicht klar.

(dpa)

US-Industrie überrascht in Corona-Krise mit Stimmungsplus

16:26
05.01.2021
Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Dezember überraschend aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg von 57,5 Punkten im Vormonat auf 60,7 Zähler, wie das Institute for Supply Management am Dienstag in Washington mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit August 2018. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 56,8 Punkte gerechnet.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Er signalisiert ein robustes Wachstum in der Industrie. Indexstände von über 50 Punkten deuten auf eine wirtschaftliche Belebung hin. Die Industrie leidet deutlich weniger unter Beschränkungen des öffentlichen Lebens als der Dienstleistungssektor. Belastet durch die Corona-Krise war der Indikator im April noch bis auf 41,5 Punkte gefallen. Danach setzte eine deutliche Erholung ein.

Besonders deutlich gestiegen ist der Indikator für die Preisentwicklung. Er stieg um 12,2 Punkte auf 77,6 Punkte. Auch die Auftragsentwicklung präsentierte sich sehr stark. Der Beschäftigungsindikator signalisiert mit 51,5 Punkten eine leichte Verbesserung am Arbeitsmarkt.

(dpa)

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