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Studie: Erneuter Lockdown belastete Unternehmensgewinne nicht spürbar

16:17
05.01.2021
Der erneute Lockdown im Dezember hat die Gewinne von Unternehmen laut einer Studie insgesamt nicht spürbar belastet. Im Gesamtjahr 2020 wird nach Berechnungen des German Business Panels der Universität Mannheim mit einem Rückgang der Firmengewinne in Deutschland um 16,6 Prozent gerechnet. Dieser Wert habe sich gegenüber dem Sommer leicht erholt und sei durch die Verschärfung des Lockdowns Mitte Dezember nicht spürbar gedrückt worden, heißt es in der am Dienstag vorgelegten Studie. Die Ergebnisse basieren auf einer Unternehmensbefragung mit knapp 15 000 Interviews von Juli bis September sowie November bis Dezember 2020. Mehr als 1 000 Firmen aus rund 110 Branchen wurden befragt.

Allerdings kam es bei dem verschärften Lockdown ab 16. Dezember zu einer Umverteilung von Unternehmensgewinnen. So habe etwa der von Schließungen betroffene Einzelhandel Mitte Dezember einen weiteren Gewinnrückgang um 3,4 Prozent verzeichnet. Zugleich zeigte sich im geöffneten Einzelhandel eine leicht positive Entwicklung.

Die Gewinnsituation der Unternehmen ist den Befragungsergebnissen zufolge direkt abhängig von der Schließung des Geschäfts. Wo eine solche Schließung zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr 2020 staatlich verordnet wurde, gingen die Gewinne demnach auch trotz staatli
Berlin (dpa) - Der erneute Lockdown im Dezember hat die Gewinne von Unternehmen laut einer Studie insgesamt nicht spürbar belastet. Im Gesamtjahr 2020 wird nach Berechnungen des German Business Panels der Universität Mannheim mit einem Rückgang der Firmengewinne in Deutschland um 16,6 Prozent gerechnet. Dieser Wert habe sich gegenüber dem Sommer leicht erholt und sei durch die Verschärfung des Lockdowns Mitte Dezember nicht spürbar gedrückt worden, heißt es in der am Dienstag vorgelegten Studie. Die Ergebnisse basieren auf einer Unternehmensbefragung mit knapp 15 000 Interviews von Juli bis September sowie November bis Dezember 2020. Mehr als 1 000 Firmen aus rund 110 Branchen wurden befragt.

Allerdings kam es bei dem verschärften Lockdown ab 16. Dezember zu einer Umverteilung von Unternehmensgewinnen. So habe etwa der von Schließungen betroffene Einzelhandel Mitte Dezember einen weiteren Gewinnrückgang um 3,4 Prozent verzeichnet. Zugleich zeigte sich im geöffneten Einzelhandel eine leicht positive Entwicklung.

Die Gewinnsituation der Unternehmen ist den Befragungsergebnissen zufolge direkt abhängig von der Schließung des Geschäfts. Wo eine solche Schließung zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr 2020 staatlich verordnet wurde, gingen die Gewinne demnach auch trotz staatlic

(dpa)

SPD dringt auf Gespräche mit Impfstoff-Herstellern

15:41
05.01.2021
Die SPD im Bundestag hat die Bundesregierung zu einer raschen Klärung mit den Herstellern von Corona-Impfstoffen über die Produktion ausreichender Mengen aufgefordert. «Die SPD-geführten Länder haben zurecht wichtige Fragen an den Gesundheitsminister gestellt, um künftig besser für eine breite und schnelle Versorgung mit Impfstoff zu sorgen», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. In dem vierseitigen Katalog mit 24 Fragen an Minister Jens Spahn (CDU), der der dpa vorlag, hatte die SPD unter anderem nach den angebotenen und bestellten Impfdosen-Mengen für die EU gefragt. Zudem ging es um Verhandlungen über deutsche Zukäufe, Produktionsausweitungen und die Organisation der Impfung selbst.

Schneider begrüßte eine für diesen Mittwoch angesetzte Beratung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit ihren Fachministern über eine Unterstützung des Bundes für eine zusätzliche Impfstoff-Produktion. Es sei gut, dass die Kanzlerin eine Regierungsarbeitsgruppe eingesetzt habe, «die dem Gesundheitsminister helfen soll, das Problem in den Griff zu bekommen», sagte Schneider. «Wichtig wäre dabei, dass bei einem Gipfel mit den impfstoffproduzierenden Unternehmen geklärt wird, wie eine ausreichende Menge an Impfstoff geliefert und verteilt werden kann.» Statt Impfstoffdosen zu strecken, müssten zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einer der dpa vorliegenden Aufstellung aufgelistet, wie die Impfungen beschleunigt werden könnten: Unter anderem soll geprüft werden, ob es möglich ist, den zeitlichen Abstand zwischen erster und zweiter Impfung zu vergrößern.

Schneider betonte, eine Perspektive für den Sommer sei wichtig. Die Menschen müssten sich noch Wochen auf schwere Einschränkungen einstellen. Impfungen spielten eine herausragende Rolle. «Deswegen müssen jetzt alle an einem Strang ziehen.»

(dpa)

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