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Scharfe Kritik wegen Impfchaos - Premier Rutte räumt Fehler ein

15:25
05.01.2021
Die niederländische Regierung ist wegen des späten Impf-Starts scharf kritisiert worden. Oppositionsparteien warfen Ministerpräsident Mark Rutte und seinem Gesundheitsminister Hugo de Jonge Versagen vor, weil das Land erst mehr als zwei Wochen nach anderen EU-Ländern impfen wird. Auch Abgeordnete der Koalitionsparteien äußerten bei einer Dringlichkeitssitzung am Dienstag in Den Haag Kritik. Die Niederlande werden am Mittwoch als letztes Land der EU mit ihrer Impfkampagne gegen Covid-19 starten.

Das sei «beschämend», sagte der Rechtspopulist Geert Wilders. «Das ist keine Strategie, sondern Chaos.» Auch der sozialdemokratische Fraktionsvorsitzende Lodewijk Asscher sprach von «Chaos». «Wir haben alle Ausreden gehört.»

Premier Rutte räumte Fehler ein. Die Regierung habe zu lange nur auf den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca gesetzt, der einfacher über Hausärzte zu verteilen sei. Das Präparat ist aber noch nicht in der EU zugelassen. Stattdessen wurde noch vor Weihnachten der Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer zugelassen. Die dafür notwendigen großen Impfzentren sind in den Niederlanden aber bisher erst teilweise einsatzbereit. Erst in der nächsten Woche soll auch landesweit geimpft werden. «Die Kapazität wird in den nächsten Wochen immer weiter erhöht», versprach der Premier. Zur Zeit lagern bereits rund 280 000 Dosen ungenutzt im Osten des Landes.

(dpa)

Kreise: In Corona-Hotspots soll Bewegungsradius eingeschränkt werden

15:07
05.01.2021
Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen weitere Maßnahmen zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort ergriffen werden sollen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Teilnehmerkreisen von Seiten des Bundes sowie der Länder bei den Beratungen. Eine Einigung auf ein Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

Gelten soll dies für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern - sofern kein triftiger Grund vorliegt. Tagestouristische Ausflüge sollen demnach keinen triftigen Grund darstellen, wie es in den Teilnehmerkreisen hieß. Laut des Entwurfs für ein Beschlusspapier weisen über 70 Landkreise eine Inzidenz von über 200 auf.

(dpa)

Verband: Bewegungseinschränkungen mit wenig Folgen für Flugverkehr

15:06
05.01.2021
Der Flughafenverband ADV rechnet nicht mit größeren Folgen für den Flugverkehr durch zusätzliche Bewegungseinschränkungen. Die aktuellen Passagierzahlen lägen ohnehin unter zehn Prozent des normalen Aufkommens, sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Flugreisenden seien so gut wie keine Touristen mehr. «Das sind alles Menschen, die aus triftigen Gründen und unter schwierigen Bedingungen unterwegs sein müssen.» Die Monate Januar und Februar seien ohnehin die schwächsten im gesamten Flugjahr.

Bund und Länder haben sich nach dpa-Informationen am Dienstag darauf verständigt, dass in Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen die Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern vom Wohnort eingeschränkt werden. Gelten soll dies für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern - sofern kein triftiger Grund vorliegt. Berufliche Reisen wurden bislang stets als Ausnahmegrund anerkannt. Eine Einigung auf ein Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

(dpa)

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