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20210105134751

Mittelstand warnt vor Einschränkung von Bewegungsradius

13:44
05.01.2021
Der Mittelstand hat vor einer möglichen Einschränkung des Bewegungsradius in der Corona-Krise gewarnt. Der Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Markus Jerger, sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit Blick auf die Beratungen von Bund und Ländern: «Der Mittelstand begrüßt alle sinnvollen und angemessenen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Genauso entschieden lehnt aber der Mittelstandsverband einen staatlich angeordneten Hausarrest für Betriebe und Bürger ab.»

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, haben Bund und Länder unter anderem diskutiert, ob in Kreisen mit einer hohen Neuansteckungsrate automatisch der erlaubte Bewegungsradius um den Wohnort eingeschränkt werden sollte. Es war aber noch offen, ob der Punkt am Ende wirklich in das Beschlusspapier aufgenommen wird.

Jerger sagte, so wichtig der Schutz der Gesundheit sei, die Politik müsse ebenso das Wirtschaftsleben schützen. «Denn je länger der Lockdown anhält, desto mehr mittelständische Betriebe werden in den wirtschaftlichen Ruin getrieben. Allein im stationären Einzelhandel drohe aktuell 50 000 Betrieben die Insolvenz, dadurch stünden 250.000 Arbeitsplätze und viele Existenzen auf dem Spiel.

«Vor diesem Hintergrund fehlt den Unternehmern jegliches Verständnis für durchsichtige Wahlkampfmanöver, mit denen sich derzeit einzelne Akteure der Großen Koalition wechselseitig die Schuld für eklatante Fehler in der Impfpolitik zuschieben», so Jerger. «Deutschland bleibt keine Zeit, die Corona-Schlachten von gestern zu schlagen. Die Bundesregierung muss endlich einen bundesweit koordinierten Impfmarathon starten. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass alle Impfzentren rund um die Uhr und auch am Wochenende arbeiten.»

(dpa)

Kanzlerin und Länderchefs beraten über Lockdown-Verlängerung

13:43
05.01.2021
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer beraten über eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Sie schalteten sich am Dienstag gegen 14.15 Uhr zu einer Online-Konferenz zusammen, wie Berlin als aktuelles Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mitteilte. Wegen zusätzlichen Beratungsbedarfs seitens der Länder war der Beginn der Schalte zunächst von 11.00 Uhr auf 13.00 Uhr verlegt worden und hatten sich dann nochmals verzögert.

Zuletzt hatte sich zwar bereits angedeutet, dass das öffentliche Leben wegen hoher Infektionszahlen noch nicht wieder hochgefahren und der Lockdown wohl um drei Wochen bis Ende Januar verlängert wird. Kontrovers wurde indes die Frage diskutiert, ob es in Kreisen mit einer hohen Neuansteckungsrate Einschränkungen des erlaubten Bewegungsradius um den Wohnort geben soll.

Seit 16. Dezember sind viele Geschäfte in Deutschland, aber auch die Schulen und Kitas dicht. Es gelten zudem strenge Beschränkungen etwa für private Treffen. Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen mussten bereits mehrere Wochen vorher schließen. Ziel der Maßnahmen ist es, Kontakte zwischen Menschen und damit Ansteckungen mit dem Coronavirus zu vermeiden.

(dpa)

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