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EU-Kommission genehmigt Milliarden-Staatshilfe für Tui

18:39
04.01.2021
Die EU-Wettbewerbshüter haben deutsche Staatshilfen bis zu 1,25 Milliarden Euro für den schwer von der Corona-Krise getroffenen Reisekonzern Tui genehmigt. Das teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit.

«Tui wurde wie viele andere Tourismusunternehmen von der Coronakrise schwer getroffen», sagte die zuständige EU-Kommissionsvizepräsidentin Margrethe Vestager. Die deutsche Staatshilfe ist nach Auffassung der EU-Kommission «erforderlich, geeignet und angemessen», um eine «beträchtliche Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats» zu beheben. Der Staat werde «für das von den Steuerzahlern getragene Risiko eine hinreichende Vergütung erhalten und die Unterstützung mit Auflagen verbinden, um mögliche Wettbewerbsverzerrungen zu begrenzen», betonte Vestager.

Die Staatshilfe für den weltgrößten Reiseanbieter Tui ist Teil eines größeren Unterstützungspakets, an dem auch private Investoren beteiligt sind. «Ich begrüße, dass sich auch private Investoren an der geplanten Rekapitalisierung beteiligen. Dies macht weniger staatliche Beihilfen erforderlich und trägt zur Erholung von Tui bei», sagte Vestager.

Tui hatte im Laufe des Jahres bereits von weiteren staatlichen Hilfen profitiert. Die Tourismusbranche ist neben Luftverkehr und Gastronomie besonders stark vom Nachfragerückgang in der Pandemie betroffen.

Zu den 1,25 Milliarden Euro des Bundes gehört nach Angaben der EU-Kommission eine stille Beteiligung in Höhe von 420 Millionen Euro, die in Eigenkapital von Tui wandelbar ist. Zudem umfasst das Paket eine nicht wandelbare stille Beteiligung von bis zu 680 Millionen Euro sowie eine wandelbare Optionsanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro.

(dpa)

Ermittlungsverfahren nach illegaler Silvester-Party in Frankreich

18:38
04.01.2021
Gegen einen mutmaßlichen Organisator der illegalen Silvester-Massenparty in der Bretagne ist ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Der Mann sei Anfang 20, gegen ihn werde unter anderem wegen Gefährdung des Lebens anderer ermittelt, sagte der Staatsanwalt von Rennes, Philippe Astruc, am Montagabend dem Sender France 3 zufolge. Der Mann habe zugegeben, an der Organisation der Party beteiligt gewesen zu sein. Es sei aber klar, dass nicht nur eine einzige Person eine solche Feier organisiert habe. Deshalb müssten die anderen Organisatoren zur Rechenschaft gezogen werden, so Astruc.

Trotz der Corona-Pandemie hatten in Frankreichs Nordwesten etwa 2500 Menschen illegal Silvester gefeiert und die Ordnungskräfte gut anderthalb Tage beschäftigt. Diese versuchten die Feier in dem stillgelegten Hangar in Lieuron zu stoppen - erfolglos. Erst am Samstagmorgen fand die illegale Party ein Ende, der Ton wurde gekappt und die Anlage abgebaut. Astruc zufolge haben weniger als fünf Prozent der Gäste Masken getragen. Es seien bei dem Rave Drogen wie Cannabis, Heroin und LSD verkauft worden.

(dpa)

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