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20210104183843

Wacklige Corona-Finanzen: Außerordentliche Hauptversammlung bei Tui

17:36
04.01.2021
Die Tui-Aktionäre sollen am Dienstag (11.00 Uhr) bei einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung und finanzielle Hilfen für den angeschlagenen Reisekonzern genehmigen. Das Treffen der Anteilseigner wird wegen der Corona-Beschränkungen online abgehalten, eine Abstimmung war vorab auf digitalem Weg oder per Briefwahl möglich. Tui wurden - einschließlich privater Mittel - mittlerweile rund 4,8 Milliarden Euro an Unterstützung zugesprochen, um die hohen Umsatzausfälle in der anhaltenden Pandemie aufzufangen.

«Das Finanzpaket enthält Komponenten, die von der Hauptversammlung genehmigt werden müssen», erklärte Vorstandschef Fritz Joussen. «Dazu gehört unter anderem die Kapitalerhöhung über rund 500 Millionen Euro.» Mit der Ausgabe weiterer Aktien will Tui so zusätzliches Geld einsammeln.

Großaktionäre wie die Firmengruppe Unifirm Limited um die russische Milliardärsfamilie Mordaschow hatten bereits auch die Gewährung ergänzender Kredite und Garantien für den weltgrößten Touristikkonzern begrüßt. Das Paket enthält zudem stille Einlagen des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) über 700 Millionen Euro - davon könnte der Bund 420 Millionen Euro in Aktien umwandeln und sich damit an Tui beteiligen. Umstritten ist auch, ob das Land Niedersachsen Garantien für einen Teil der Hilfen übernehmen soll.

(dpa)

1508 Corona-Neuinfektionen im Südwesten gemeldet - 105 neue Todesfälle

17:32
04.01.2021
Nach mehreren Tagen mit rückläufigen Zahlen sind im Südwesten wieder mehr Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Das Landesgesundheitsamt (LGA) verzeichnete am Montag (Stand: 16.00 Uhr) 1508 neue Fälle, wie ein Sprecher in Stuttgart mitteilte. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus gestorben sind, stieg um 105. Am Vortag hatte das LGA 22 neue Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahlen liegen damit bei 246 423 Infektionen und 5051 Toten.

Dass zuvor weniger Neuinfektionen gemeldet wurden als jeweils an den Vortagen, kann unter anderem an einer niedrigeren Zahl von Tests und weniger Daten-Übermittlungen rund um Silvester und Neujahr gelegen haben.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit bei 124,6. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen je 100 000 Einwohner in einer Region sich binnen einer Woche mit dem Coronavirus angesteckt haben. Alle 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen über dem Wert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Der Großteil der Kreise weist eine Inzidenz zwischen 100 und 200 auf. Am höchsten war die Inzidenz im Stadtkreis Pforzheim mit 244,5.

635 Patienten sind im Südwesten nach Daten des Divi-Intensivregisters in intensivmedizinischer Behandlung, wie die Behörde weiter mitteilte. 371 von ihnen würden künstlich beatmet. Rund 85 Prozent der 2427 derzeit betreibbaren Intensivbetten seien belegt.

Eine Corona-Impfung haben in Baden-Württemberg bisher 27 454 Menschen erhalten. Das seien 3390 gemeldete Impfungen mehr als am Vortag, teilte das Robert Koch-Institut am Montag (Stand: 12.00 Uhr) mit.

(dpa/lsw)

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