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Sozialministerium sieht überfüllte Ausflugsgebiete kritisch

17:27
04.01.2021
Nach dem Winter-Ausflügler im Südwesten wiederholt für überfüllte Straßen und Parkplätze gesorgt hatten, könnten bald Verbote drohen. Sollten sich solche Bilder wie am Wochenende häufen, müsse man gegebenenfalls auch über Verschärfungen diskutieren, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums am Montag auf Anfrage mit. Es sei schade, dass man in Zeiten einer weltweiten Pandemie und einer angespannten Lage auf den Intensivstationen überhaupt über Betretungsverbote diskutieren müsse und die Einsicht bei vielen nicht da sei, hieß es. Den Kommunen und Landkreisen stehe es bereits heute frei, bestimmte Gebiete oder Parkplätze zu sperren, so der Sprecher.

Am vergangenen Wochenende waren erneut zahlreiche Autofahrer in die Ausflugsgebiete im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb geströmt. Staus und überfüllte Parkplätze waren die Folge. Auf Schlittenhängen und Winterwanderwegen drängten sich viele Menschen. Wegen des großen Andrangs hatte die Polizei zeitweise Zufahrtsstraßen gesperrt, etwa am Königstuhl bei Heidelberg oder zum Skilift Kaltenbronn im Nordschwarzwald. Appelle von Polizei und Politik, überfüllte Gebiete nicht mehr anzufahren, waren bislang meist verhallt.

(dpa/lsw)

Jean Pütz will die Impfung - aber seine Frau sei «Impfgegnerin»

16:13
04.01.2021
Der 84 Jahre alte Ex-Fernsehmoderator Jean Pütz will sich impfen lassen. «Ich werde mich impfen lassen. Denn ich möchte gerne, dass dieses scheußliche Corona langsam überwunden wird», sagte Pütz dem Sender RTL. Er habe sich sehr mit dem Thema beschäftigt.

In der eigenen Familie seien die Ansichten zum Impfen gleichwohl unterschiedlich. Seine Frau sei «aus konkreten Gründen» eine «Impfgegnerin», erklärte Pütz. Er könne sie nicht überzeugen. «Das geht nicht über den Kopf, das geht über das Gefühl.»

Pütz hatte über Jahrzehnte die WDR-Sendung «Hobbythek» moderiert, einen Publikumshit für Hobby-Bastler und Heimwerker. In Erinnerung blieb vor allem sein Satz «Ich hab da mal was vorbereitet».

(dpa)

Giffey fordert verlässliche Rückkehr zum Kita-Regelbetrieb

16:11
04.01.2021
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat ein verlässliches und möglichst bundesweit einheitliches Stufenmodell bei der Rückkehr in den Kita-Normalbetrieb gefordert. «Wichtig ist, dass Eltern verlässliche Aussagen über die Kinderbetreuung bekommen», sagte Giffey am Montag nach Beratungen mit dem sogenannten Corona-Kita-Rat. In dem Gremium tauschen sich seit dem Sommer Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Gewerkschaften, Eltern und Kindertagespflege regelmäßig über Erfahrungen und Konzepte im Umgang mit der Pandemie in den Kitas aus.

Anders als bei den ersten Kita-Schließungen zu Beginn der Pandemie haben laut Giffey im aktuellen Lockdown neun Bundesländer die Kindertagesstätten offen gehalten. Sie appellieren demnach an die Eltern, ihre Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Die restlichen sieben Bundesländer hätten den Kita-Betrieb dagegen auf eine Notbetreuung umgestellt. «Das ist eine unterschiedliche Herangehensweise, die von den Ländern mit dem unterschiedlichen Infektionsgeschehen begründet wird», sagte Giffey.

Die derzeitigen Corona-Infektionszahlen ließen keine großen Lockerungen zu. Man müsse jedoch berücksichtigen, dass das Infektionsgeschehen bei kleinen Kindern geringer sei als bei Erwachsenen. Kitas müssten daher die ersten sein, die bei Lockerungen der Corona-Regeln wieder öffnen dürften.

Auch die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (BEVKi) forderte verlässliche Konzepte bei der Wiederöffnung, falls es Schließungen bei den Kitas geben sollte. Außerdem solle der Bund den Eltern zusätzliche Urlaubstage finanzieren und den «Corona-Kinderbonus» wieder auflegen.

Am Montag hatten bereits die Kultusminister der Länder in einer Schaltkonferenz beschlossen, dass die Schulen länger als geplant geschlossen bleiben sollen. Allerdings soll es stufenweise Öffnungen für untere Klassen und Abschlussklassen geben, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin mitteilte. Die Videokonferenz der Kultusminister sollte vor allem der Vorbereitung erneuter Beratungen der Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Dienstag dienen.

(dpa)

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